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Die Stadt- verbesserer Unheil von oben und unten

Michael Graf

Der Gang zum MusikfestwochenKonzert gleicht zunehmend dem Besuch im Fussballstadion. Wer hinein will, wird vom schwarz gewandeten Ordnungsdienst freundlich, aber zupackend zur Taschenkontrolle gebeten. Glasflaschen müssen draussen bleiben. Der Grund leuchtet ein: Niemand will sich auf Glasscherben die sommerlich leicht bekleideten Füsse zerschneiden.

Die wahre Gefahr droht den Musikfreunden jedoch nicht von unten, sondern von oben. Am Freitag wurden drei Zuhörer von einem herunterfallenden Ziegel getroffen und leicht verletzt. Wenn die Gasse von den Bässen der Bands vibriert, gerät offenbar nicht nur das Publikum in Wallung. Der Ordnungsdienst könnte also Verstärkung durch Kletterer gebrauchen. Sie überprüfen die Dezibelfestigkeit von Dach und Blumenkisten durch kräftiges Rütteln. Gefeit ist nämlich niemand – entgegen kursierenden Gerüchten gehört das betroffene Haus nicht Bruno Stefanini.

Auch für die Ladenbesitzer in der Altstadt kam das Unheil von oben. Ein ungewöhnlich starker Gewitterregen füllte in der Nacht auf Dienstag 80 Keller. Gegen meteorologische Kapriolen ist kein Kraut gewachsen. «Iss uuf, dänn gits schöön Wätter!», hiess es zwar am elterlichen Tisch. Doch das Wetter ist bereits schweisstreibend schön. Vielleicht ein passenderer Rat wäre da die Geschichte von Hans Guck-in-die-Luft: Während nämlich alle zum Gewitterhimmel schauten, kam die böse Überraschung von unten: aus der überlasteten Kanalisation. stadtverbesserer@landbote.ch

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