Zum Hauptinhalt springen

Die Städterin in der Agglomeration

Die Zürcher SP-Stadtpräsidentin Corine Mauch hat am Donnerstag vor ihren Parteikollegen in Bassersdorf über Gegensätze und Gemeinsamkeiten von Stadt und Agglomeration referiert.

Beide brauchen einander – die Stadt Zürich und die umliegenden Orte. Täglich pendeln über 210 000 Personen nach Zürich und finden dort ihr Einkommen. Gemeinsam haben die Stadt und die Umgebung die gute Infrastruktur und die Lebensqualität. Aber sie ticken nicht immer gleich. Corine Mauch (Bild) verwies als Beispiel auf die Massen­­einwanderungsin­itia­ti­ve, die in Zürich abgelehnt, in Bas­sersdorf aber angenommen wurde. «Wir sitzen alle im gleichen Boot, es empfiehlt sich, zusammen und nicht gegeneinander zu arbeiten», riet sie. Denn Nachbarn hätten immer miteinander zu tun, ob sie wollen oder nicht. Sorgen bereiten der Stadtpräsidentin die Isolationstendenzen in der Schweiz: «Wir sind eine Insel in Europa, wir streiten mit Italien und Frankreich und haben Osteuropa mit der Anwendung der Ventilklausel verärgert.» Die Abschottungspolitik habe vor allem in ländlichen Gegenden zugenommen. Mauch setzt sich für ein offenes, dialog- und handlungsfähiges Zürich ein. «Wir müssen der Wirtschaft gute Rahmenbedingungen bieten, und sie muss faire Steuern bezahlen», fordert sie. Wirtschaft kein Selbstzweck Bei der Umsetzung der geplanten Unternehmenssteuerreform drohe der Stadt Zürich ein Steuerausfall von 300 Millionen Franken pro Jahr. Die Wirtschaft sei kein Selbstzweck, sie müsse allen Menschen dienen. Als Verwaltungsrätin der Flughafen Zürich AG setzt sich Mauch, im Wissen um die Bedeutung des Flug­hafens, für eine nachhaltige Entwicklung des Hubs Zürich ein. Mauch freut sich auf kommende Jubiläen. 2016 feiert Zürich 100 Jahre Dadaismus. Diese besonders im Ausland beachtete Bewegung «erfanden» Kriegsgegner, die in Zürich Zuflucht fanden. 2019 jährt sich der Beginn von Zwinglis Tätigkeit am Zürcher Grossmünster zum 500. Mal. Zwingli führte unter anderem die staatliche Armenspeisung ein. «Ich bin als Sozialdemokratin stolz, dass wir an dieses wichtige Ereignis in der Stadtgeschichte erinnern», sagte Mauch.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch