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Die Suche nach den Toren

In der NLA bezogen die Red Ants bei Aufsteiger Aergera Giffers ihre vierte Niederlage in Folge. Gegen Dietlikon war trotz starker Leistung im Cup Endstation.

Die Sporthalle in Giffers ist erst seit wenigen Wochen Schauplatz von NLA-Spielen. Und schon konnte Aufsteiger Aergera einen ersten Grosserfolg feiern – einen Sieg über den ehemaligen Serienmeister Red Ants.

Dabei hatte am Anfang wenig dafür gesprochen. Irene Räss und Céline Chalverat hatten die Winterthurerinnen mit einem Doppelschlag in der 6. und 7. Minute innert 19 Sekunden in Führung geschossen. Standesgemäss, hätte man in füheren Jahren gesagt. Diesmal, mit den Red Ants in der Tabelle hinter den Fribourgerinnen klassiert, war es einfach die Erlösung nach dem über weite Strecken unproduktiven Spiel gegen die Riders in der Vorwoche.

Doch bei Spielhälfte lag plötzlich Aergera 4:2 in Front. Nun musste wieder einem Rückstand nachgerannt werden. Chalverat verkürzte noch im zweiten Drittel, doch im Schlussdrittel gelang trotz fast pausenlosem Ballbesitz nur noch der Ausgleich. Immerhin sicherte Patrizia Leones Treffer zum 4:4 in der 57. Minute einen Punkt – aber der gewünschte Befreiungsschlag nach drei Niederlagen in Serie war das natürlich nicht. Und im Penaltyschiessen ging dann auch noch der Extrapunkt verloren.

«Wir hatten die genau gleichen Problem wie in den letzten Spielen – wir machen aus dem Ballbesitz zu wenig und bringen keine gefährlichen Abschlüsse zustande», monierte Red-Ants-Trainerin Kati Eteläpää.

Steigerung nicht belohnt

Mitten in der Nacht aus dem Fribourgischen nach Hause zu kommen, war gewiss nicht die angenehmste Vorbereitung auf das nachmittägliche Cupspiel am Sonntag bei Erzrivale Dietlikon. Doch die Red Ants zeigten sich stark verbessert. Wieder gingen sie 2:0 in Führung, diesmal waren Claudia Kunz und Nina Kälin erfolgreich. Doch wer anschliessend zwei Penaltys vergibt, mehrmals nur die Torumrandung trifft und aus sechs Überzahlmöglichkeiten keinen Treffer zustande bringt, geht am Schluss eben trotzdem als Verlierer vom Feld.

«Es war unglaublich. Wir waren so gut vorbereitet – während des ganzen Spiels hatte ich nie den Eindruck, als ob wir verlieren könnten», beschrieb Kati Eteläpää. Und doch warf Dietlikons Internationale Michelle Wiki in der 58. Minute mit dem 4:2 die Winterthurerinnen aus dem Cup.

Nun gilt es, die Wunden zu lecken und in den Trainings noch eine Schippe draufzulegen. Drei Wochen Pause zugunsten der Nationalteams stehen an, ehe es am 8. November mit dem Heimspiel gegen die Wizards weitergeht. Für die Red Ants wird dies wie ein zweiter Start in die Saison sein. Den ersten Fehlstart mit vier Niederlagen aus fünf Partien gilt es, so schnell als möglich vergessen zu machen. Damian Keller

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