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«Die Totengräber Winterthurs»

Afro-Markt könnte auf den Teuchelweiherplatz zügeln«Landbote» vom 16. Januar

In einem Leserbrief plädiert der Polizist und SVP-Gemeinde- und -Kantonsrat Rolando Keller für eine Verlegung des Afro-Marktes auf den Teuchelweiher. Das mag sein Recht sein. Unhaltbar ist jedoch die Begründung eines Politikers, der von den Steuerzahlenden lebt und gleichzeitig als Interessensvertreter wirkt und die Stadt schlechtredet, wo er nur kann. Er plädiert dafür, die Kulturstadt Winterthur zugunsten des Gewerbes zurückzufahren.

Damit schneidet er jedoch seinen Freunden im Gewerbe ins Fleisch. Sie müssten vielleicht einmal genauer hinsehen, wer das Image Winterthurs fördert, damit zur Attraktivität beiträgt und so ihre Umsätze fördert.

Das jammernde Winterthurer Gewerbe wurde mit massiven Steuerersenkungen in den letzten zehn Jahren entlastet. Aber damit nicht genug: Es soll weiter gespart werden. Die Bürgerlichen sparen bei Bildung, Kultur und sozialen Einrichtungen, verlangen aber gleichzeitig einen «Polizeipalast» für 80 Millionen Franken. Vor wenigen Jahren wurde ein 50-Millionen-Projekt für die Polizei als zu teuer erachtet ...

Die SVP sowie GLP, KMU-Verband und Arbeitgebervereinigung sind die Totengräber Winterthurs. Mit ihrer Sparpolitik und der damit verbundenen Kultur­demontage zerstören sie eine der wichtigsten Lebensadern der Stadt. Matthias Erzinger, Winterthur

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