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Die Uhren sind zurück

Der Busbahnhof hat seine Uhren wieder. Auf Wunsch der Bevölkerung hat Stadtbus sogar ein Modell mit Sekundenzeiger nachbestellt. Das Pilzdach selbst blieb bewusst uhrenfrei.

Auch wenn heute fast jeder Reisende ein Handy mit Digitaluhr dabeihat: Die analogen Bahnhofuhren bleiben beliebt. Das bekamen die Mitarbeiterinnen des «ZVV-Contact»-Bushäuschens im Stamm des Pilzdachs zu spüren: Dreissig bis vierzig Anfragen hatten sie bereits in den ersten zwei Wochen nach der Einweihung des neuen Busbahnhofs im Juni: Wann kommen die Uhren? Rund drei Monate dauerte das Warten auf dieses letzte Puzzleteil des neu gestalteten Platzes.Seit zwei Wochen hängen die Zeitmesser nun, 60 Zentimeter gross und weithin sichtbar. Jeweils zwei Stück prangen an den Leitungsmasten vor der Credit Suisse und bei der Fussgängerunterführung Richtung Archhöfe.

Keine Uhr am Pilzdach

Das Pilzdach selbst blieb uhrenfrei. Das sei Absicht und habe sowohl ästhetische wie auch praktische Gründe, sagt Stadtbus-Sprecher Reto Abderhalden: «Die Uhr hätte nicht ins Bild gepasst. Die Architekten haben sich schon mit der ZVV-Beschriftung abfinden müssen, die auf ihren Plänen nicht vorgesehen war.» Zudem sei eine frei stehende Uhr aber auch schlicht auffälliger und besser ablesbar als eine an der silbernen Lochblechfassade.Mit der Montage habe man übrigens nicht bewusst bis nach der Tanzdemo «Standortfucktor» gewartet, wie manche Städter mutmassten. «Es gibt keinen Zusammenhang», sagt Abderhalden. «Es traf sich aber gut, dass die Uhren erst ab der Woche danach verfügbar waren.»Etwas Verspätung hatten die Uhren wohl auch, weil die Bestellung noch einmal geändert wurde. Als im «Landboten» zu lesen war, dass Uhren ohne Sekundenzeiger bestellt wurden, habe es Reaktionen aus der Bevölkerung gegeben. «Wir haben den Entscheid daraufhin noch einmal hinterfragt», sagt Abderhalden. «Jetzt hoffen wir, dass allen Ansprüchen Genüge getan ist.» Mit dem roten Sekundenzeiger in Form einer Schaffnerkelle haben die Uhren nun auch jenes klassische Bahnhofuhr-Design, das dem Weltkonzern Apple so gut gefiel, dass er es seit 2012 standardmässig auf seinen iPads verwendet.

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