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Die Verlader bekämpfen das Nachtfahrverbot

Der Widerstand gegen das Sonntags- und Nachtfahrverbot für Lastwagen wird stärker.

Die Gegner des Sonntags- und Nachtfahrverbots für Lastwagen erhalten neue Unterstützung. Gestern hat sich Franz Steinegger, Präsident des Verbandes der verladenden Wirtschaft (VAP), öffentlich für eine Abschaffung dieses Verbotes ausgesprochen. «Solche Verbote können wir uns nur leisten, wenn wir den Güterverkehr in der verbleibenden Zeit auch tatsächlich abwickeln können», sagte Franz Steinegger an der Generalversammlung des VAP in Bern.

Nationalrat wird entscheiden

In der Schweiz gilt für den Schwerverkehr ein Sonntags- und Nachtfahrverbot. Zwischen 22 und 5 Uhr bleiben die Strassen für Lastwagen ab einem Gewicht von 3,5 Tonnen gesperrt. Dieses Verbot will auch der Schweizerische Gewerbeverband abschaffen. Dazu hat deren Präsident, der SVP-Nationalrat Jean-François Rime, ein Postulat im Nationalrat eingereicht. Der Bundesrat lehnt das Anliegen jedoch ab. Die Begründung: Das Nachtfahrverbot sei explizit im Landverkehrsabkommen mit der Europäischen Union definiert. Das Abkommen müsste neu verhandelt werden. Die Abstimmung im Parlament zu diesem Vorstoss steht zwar noch aus.

«Von der Schiene verdrängt»

Doch nun fordert auch der Verband der verladenden Wirtschaft die Abschaffung des Nachtfahrverbotes. «Genügt die Infrastruktur für den Güterverkehr nicht, wird das zu einem Ruf nach Aufhebung mindestens des Nachtfahrverbots führen», erklärte Verbandspräsident Franz Steinegger. Der VAP befürchtet, dass Güter von der Schiene verdrängt werden könnten. Gegenüber dem Personenverkehr und dem Transitgüterverkehr könnten der Binnengüterverkehr und auch der Import/Export-Verkehr das Nachsehen haben, sagte Franz Steinegger. Dass bei der Totalrevision des Güterverkehrsgesetzes, die zurzeit vom Nationalrat behandelt wird, kein Verlagerungsziel für die Fläche festgelegt ist, sei zwar nachvollziehbar, so Steinegger. Doch das Schweizer Schienennetz sei überstrapaziert.

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