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DIE VORRUNDENNOTEN DER FCW-SPIELER

Tor Matthias Minder (21 Jahre/15 Spiele): Die Entscheidung zu seinen Gunsten fiel knapp aus, seit der 10. Runde Ende September ist er definitiv die Nummer 1. Fehlerhaft war sein Auftritt beim 4:3 gegen Biel. Ehe er den 3:2-Heimsieg gegen Schaffhausen absicherte, spielte er mit seinen Pässen vor den Gegentoren mit dem Feuer. Zuletzt aber war sein Spiel mit dem Fuss sehr sicher, Tore verschuldete er nicht mehr, aber er fiel auch kaum mit speziellen Paraden auf. Verdient nun mal das Vertrauen, sich als Eigengewächs zu bewähren. – Gute 4. David Moser (25/5): Er kam aus Thun im Glauben, erste Wahl zu werden. Wurde es dann nicht; zuerst überzeugte er in der Vorbereitung zu wenig, dann drängte er sich auch in fünf Pflichtspielen in Folge nicht zwingend auf. Nicht schlecht, im Training professionell, aber auch etwas glücklos. – Knappe 4. Abwehr Paulo Menezes (32/14/1 Tor/3 direkte Assists): Bis er sich in der 11. Runde in Chiasso verletzte, war er der konstanteste Spieler auf beachtlichem Niveau; defensiv solide, offensiv an immerhin sieben Toren beteiligt, dreimal nämlich auch als zweitletzter Passgeber. Nach seiner Rückkehr kam er weniger auf Touren, nach einem ungerechtfertigten Platzverweis zuletzt gar vorzeitig in Urlaub geschickt. – 4,5 . Sead Hajrovic (21/18): Er kam, spielte als einziger von der ersten bis zur letzten Minute durch, tat es ruhig und beging selten Fouls. Vor allem für einen seines Alters eine gute Vorrunde, allerdings offensiv praktisch ohne Impuls. Dabei bewegt er sich bei Standardsi­tua­tio­nen doch stets in den gegnerischen Strafraum. – 4,5. Manuel Akanji (19/16/1/1): Ein schon weitherum beobachtetes Verteidigertalent, das sich in seinem ersten halben Jahr in der Liga gut weiterentwickelte. Allerdings fällt ihm manches so leicht, dass er dann öfter mit der Kon­zen­tra­tion Mühe bekommt. Weil er meist zu einer spielerischen Lösung fähig ist, fehlt es manchmal noch an der Konsequenz, wenn dies nicht ausreicht. Aber natürlich ein grosses Versprechen. Rettete mit seinem Weitschuss in Chiasso einen Punkt. – 4,5. Dennis Iapichino (24/17/0/1): Der ehemalige FCW-Junior aus dem Paradejahrgang 1990 sicherte sich gleich einen Stammplatz als Linksverteidiger. Insgesamt versah er seine Dienste sehr ordentlich. Nach vorne könnte er mit seiner Schnelligkeit mehr beitragen als erst einen Assist und eine weitere Torbeteiligung. – Gute 4. Stefan Iten (29/11/0): In seinem sechsten FCW-Jahr verlor er nach zwei Dritteln der Vorrunde seinen Stammplatz, zumal die Defizite an Laufvermögen und Schnelligkeit (etwa in Chiasso gegen Alberto Regazzoni) auffielen. Immer wieder war er auch angeschlagen. Aber als verdienstvoller Captain geht er auch mit dieser Si­tua­tion stark um. – 3,5. Marco Köfler (24/13/0/1): Der Mann für die linke Flanke brachte es auf vier Einsätze über 90 Minuten, die letzten zwei allerdings als Rechtsverteidiger. Er ist ein verlässlicher Mann, auch im Training, laufstark, aber spielerisch nur durchschnittlich begabt. Mehr profitieren könnte man allenfalls von seinen Freistössen. – 4. Mittelfeld Gianluca D’Angelo (23/15/4/2): Vier Tore und zwei Assists sind eine klare Steigerung zur letzten Saison, in der er es insgesamt auf einen Skorerpunkt brachte (für ein Zuspiel). Etwas reduziert hat er sein Strafenkonto, aber einmal Rot und fünfmal Gelb ist immer noch viel. Ein bisschen pünktlicher geworden sei er auch, heisst es. Im Prinzip ist er ein sehr guter Fussballer, aber in der wichtigen Rolle des «Sechsers» nicht immer ausreichend verlässlich. – 4,5. Antonio Marchesano (23/15/2/4): Mit seiner Aggressivität und Laufbereitschaft ist er ein guter Partner D’Angelos im Zen­trum, auch ausreichend torgefährlich. Manchmal allerdings ist die Zahl seiner Ballverluste zu hoch, weil er sehr oft direkt oder riskant spielt. Zwischendurch fehlte er, verletzt, ein paar Wochen. – 4,5. Patrik Schuler (24/8/0/1): Sein Saisonbeginn war – im zentralen Mittelfeld – gut. Aber dann machte sich eine Fussverletzung wieder bemerkbar, sie erzwang eine Operation. Seit Wochen schon bereitet er sich auf die Rückrunde vor. – Ohne Note. Tunahan Cicek (22/18/3/1): Seine Entwicklung ging weiter aufwärts. So wurde er bald zu einem Fixstarter auf den Flanken des Mittelfelds, immer für eine Überraschung gut und immerhin an sechs Toren beteiligt. Aber natürlich kann er seine Durchschlagskraft noch verbessern. – 4,5. Sandro Foschini (26/11/1/2): Sein Einstieg nach dem Transfer aus Aarau war stark, gegen den FC Le Mont war er gleich der Matchwinner. Zuletzt allerdings liess er nach und begann er zweimal nicht mehr. Dennoch ist er mit seiner Vielseitigkeit und Verlässlichkeit ein wertvoller Mann. – Gute 4. Stefano Milani (23/9): In Wohlen nicht mehr benötigt, brachte er es beim FCW auf mehr Einsätze als erwartet, allerdings auf keinen über 90 Minuten. Stets spielte er aufopferungsvoll, etwa gegen Servette gar gut. Aber er hat öfter Mühe mit dem Tempo und ist (noch) nicht mehr als ein Ergänzungsspieler. – Ohne Note. Amin Tighazoui (25/11/1): Der Techniker begann die Saison als Stammkraft, verlor diesen Status aber nach einer Blinddarmentzündung. Seinen stärksten Auftritt hatte er später auswärts gegen Le Mont, als er eingewechselt wurde, das erste Tor mit vorbereitete und das zweite schoss. Zuletzt nur noch marginal berücksichtigt, ein Verlierer der Vorrunde. – 3,5. Kristian Nushi (32/6/0/2): Zwei Assists in Wil und Biel waren der Beitrag des spät verpflichteten Routiniers. Zuletzt spielte er zweimal 90 Minuten. Da bot er passable Leistungen, aber von überzeugender Konstanz waren sie nicht. – Ohne Note. Sturm Patrick Bengondo (33/16/9/4): Dem Vizecaptain glückte im Vergleich zur vergangenen Saison die klar markanteste Steigerung. Er spielte so gut wie schon lange nicht mehr, und dies sehr konstant. An jedem zweiten der 32 Tore war er beteiligt, eine hervorragende Bilanz. Er profitierte zweifellos von der Umstellung des neuen Trainers auf ein 4-4-2 und eine allgemein offensivere Ausrichtung. Er wurde so auch wieder zum einzigen wirklichen Reisser im Kader. Er ist unbestritten der Spieler der Vorrunde. Allerdings sind ein Platzverweis und sechs Verwarnungen, dazu eine im Cup, Zahlen, die sich nicht wiederholen dürfen. So fehlte er jeweils im zweiten Spiel gegen die Spitzenklubs Lugano und Wohlen, was massiv auf die offensive Wirkung drückte. – 5. João Paiva (31/18/9/4): Im Prinzip ein sehr geeigneter Partner Bengondos, mit absolut befriedigenden Zahlen. Nur an einem Tor weniger beteiligt als «Bengo». Allerdings liess er zuletzt nach; und stand Bengondo – wie in Wohlen – nicht auf dem Platz, wirkte João Paiva verloren. Er ist auch defensiv weniger arbeitsam als sein Kollege – und dennoch ein guter Transfer. – 4,5. Genc Krasniqi (20/10/0/1): Der «Joker» im Sturm machte keinen Match über 90 Minuten und liess trotz viel Eifers und guter Trainingseindrücke nicht die erhofften Fortschritte erkennen. Tore schoss er nur in der U21, in Biel verpasste er mit einem Pfostenschuss das späte 3:2. – Ohne Note. Ohne Wertung Im Laufe der Vorrunde ebenfalls eingesetzt wurden: Kris Kuzmanovic (26) – nach 70 Minuten im Startspiel gegen Wil nicht mehr eingesetzt und später nach Vaduz transferiert. – Aleksandar Zarkovic (21) nach einer Minute im «Eins» und einem Match mit der U21 löste er seinen Vertrag auf und ging nach Schaffhausen. – Simon Mesonero (19), zwei Kürzesteinsätze in den ersten drei Runden. – Ohne Einsatz: Patrik Baumann (28/nach Kreuzbandriss), Mario Budimir (19), Jan Elvedi (18), Tiziano Lanza (19).

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