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Die Wilde Dreizehn tobt im Wald

Im Rahmen des Ferienprogramms hat eine Gruppe Primarschüler am Freitag den Bau von Waldkugelbahnen geübt. Auf spielerische Art und Weise haben die Kinder Hindernisse überwunden.

Trotz Kälte haben sich einige Primarschüler getroffen, um sich einen Tag lang im Wald auszutoben. Die Gruppe wandert in Richtung Walcheweiher. Kurz nach Ankunft stoppt die Schar und Kursleiter Friedrich Werner schaut, ob alle Kinder da sind. Dreizehn Mädchen und Jungen zählt er und bemerkt: «Für heute sind wir alle die Wilde Dreizehn.» Schnell zücken seine Helferinnen Hanne Lange und An­nette Wallimann ihre Filzstifte, schreiben die Zahl Dreizehn auf mitge­brachtes Klebeband und kleben die beschrif­teten Stücke auf die Jacken der Kleinen. Damit hat die Gruppe ihr Erkennungs­zeichen. Der Kurs «Wir bauen eine Wald­kugelbahn» wurde vom WWF Zürich und von der Stadt Winterthur organisiert und finanziert. Er ist Teil der Kurse des städtischen Ferienprogramms. Hier bekommen Kinder die Möglichkeit, neue Dinge zu erleben. Bevor es losgeht, gibt es eine Kennen­lernrunde. Jeder sagt seinen Vornamen und einen Tiernamen mit dem gleichen Anfangsbuchstaben. So werden aus den Kindern Schlangen, Löwen oder Jaguare und aus Tages­leiter Friedrich Werner ein Faultier. Dieser bildet vier Gruppen und weist die Teams dazu an, sich einen passenden und leicht abfallenden Ort für die Waldkugelbahn zu suchen. Für den Start verteilt er jeweils eine Boccia­kugel. Die Kinder verstreuen sich sogleich in der Umgebung und lassen die Ideen sprudeln. Zuerst muss der Ort überprüft werden, dann wird der Wald nach Holz für Leitplanken abgesucht, Steine werden angeschleppt und erste Teile der Bahnen ausgegraben. «In die Umgebung eingreifen» Friedrich Faultier Werner leitet den ganzen Sommer über sowie in den Frühlings- und Herbstferien mindestens einmal die Woche Naturerleb­nistage mit Schülerinnen und Schülern. Für den WWF-Freelancer ist es nicht das erste Mal, dass er Wald­kugelbahnen baut. Der Bau der Bahnen hat für ihn einen technischen Aspekt. «Die Kinder müssen in ihre Umgebung eingreifen, Hindernisse überwinden und Wege bauen, damit ihre Kugeln rollen.» Mit älteren Gruppen würde er vor dem Bauen einen Theorie­teil machen. Im jetzigen Fall soll die Wilde Dreizehn auf spielerische Art und Weise einen Bezug zu ihrer Aufgabe bekommen und ihre Orte frei gestalten. Bald kann eine Gruppe den ersten Erfolg verbuchen. Zwischen zwei langen Ästen rollt die Kugel über eine Wasserschwelle im nahen Bach. Lukas Luchs verkündet selbstsicher, dass sie als Nächstes den Bach stauen würden. «Dann können wir mit trockenen Händen weiterbauen.» Auch andere Strecken werden sichtbar. Kugeln sausen auf ausgetrampelten Wiesen den Hang hinunter und die ersten Startrampen stehen schon. Paul Panther vermeldet stolz, dass er einen Ast für seine Gruppe «abgeknackt» habe, während Jan Jaguar mit seinem Sackmesser morsche Bäumchen bearbeitet. Dabei machen die drei Kursbetreuer die Runde, geben den Kindern Tipps und helfen so viel wie gerade nötig. Kurz vor Mittag sorgt der Regen für einen Unterbruch des emsigen Treibens. Erste Füsse werden nass und die Kinder spielen unter den Bäumen. Das ist Grund genug für eine Pause. Annette Ameise Wallimann und Hanne Henne Lange machen sich mit einiger Verstärkung auf Feuerholzsuche. Wenig später und dank der mit­gebrachten Anzündhilfe steht die Wilde Dreizehn ums wärmende Feuer. Sie stärkt sich mit mitgebrachten Würsten und Brötchen, bevor es am Nachmittag weitergeht mit dem Kugelbahnbau.

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