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Die WM 2007 als Auslöser

Die Schweizer Kunstradszene präsentiert sich am Samstag an den Schweizer Meisterschaften im Hallenradsport in Winterthur von ihrer stärksten Seite. Mittendrin auch je eine Athletin des ATB Wülflingen und des RMV Pfungen.

Wenn diesen Samstag in der Sporthalle Oberseen die Kunstradfahrer zum nationalen Saisonhöhepunkt starten, dann gehört einigen Athletinnen und Athleten die besondere Aufmerksamkeit. Als Erste steht Fabienne Gamper im Mittelpunkt. Die Athletin des ATB Wülflingen startet um 11.50 Uhr mit ihrer neuen Partnerin Rahel Nägele aus Uzwil zur Meisterschaftskür. Für die neue Paarung gilt es, vor heimischer Kulisse die Nerven zu bewahren. Neben dem Schweizer-Meister-Titel geht es auch um die WM-Selektion. Gamper/Nägele geben deutlich weniger Punkte als die Geschwister Weber aus Dürnten ein, doch sie haben in dieser Saison die WM-Dritten des Vorjahres bereits zweimal in wichtigen Wettkämpfen bezwungen. Um 14.04 Uhr startet der Vierer aus Sirnach. Dieses Quartett zeigte am Swiss Austria Masters in Münchwilen vor drei Wochen einen Weltrekord. Mit einem Schweizer Rekord wartete an der gleichen Veranstaltung Yannik Martens aus Hombrechtikon auf. Er zeigt seine spektakuläre Kür um 17.21 Uhr. Ziel: Tagessieg und Rekord Kurz davor steht mit Seraina Waibel eine weitere Lokalmatadorin auf der Fahrfläche. «Für mich ist es eine Heim-SM und deshalb bin ich speziell motiviert», verrät die Pfungemerin. «Zudem starten meine beiden Brüder im Finalturnier der Radballer und meine 14-jährige Cousine Lara Aeber- hard ist zweimal im Showprogramm zu sehen.» Seraina Waibel, die WM-Bronzemedaillen-Gewinnerin aus dem Vorjahr, begnügt sich aber nicht mit dem Gewinn des Meistertrikots. Melanie Mörth aus Österreich startet für Radsport Altdorf, kann aber nicht Schweizer Meisterin werden. «Ein Tagessieg wäre die richtige Motivation im Hinblick auf die bevorstehende WM, denn wir kämpfen dort gegeneinander um die Bronzemedaille.» Und wer Seraina Waibel kennt, der weiss, dass sie den Tagessieg am liebsten mit einem Schweizer Rekord gewinnen will. Die 19-jährige Athletin aus Pfungen ist bereits für die WM qualifiziert. Sie legt sich diesen Druck somit freiwillig auf. «An der WM kämpfen sechs Fahrerinnen um die vier Finalplätze. Einen davon will ich erreichen, denn dann ist alles möglich.» Deshalb sind Wettkämpfe wie die Schweizer Meisterschaften sehr wichtig für Waibel. Sie kann in Oberseen eine weitere Kür unter starkem Erwartungsdruck fahren. Sieben neue Übungen Seraina Waibel hat auf diese Saison hin ihr Programm um einige neue Schwierigkeitsgrade erhöht. Sieben der 30 Übungen sind neu dazugekommen. Damit sie den grossen Trainingsaufwand meistert, arbeitet sie zurzeit mit einem 70-Prozent-Pensum als Praktikantin. An Winterthur hat sie sehr gute Erinnerungen. «2007 besuchte ich die Hallenradsport-WM in der Eulachhalle und sah erstmals die Weltspitze auf dem Kunstrad. Ich war begeistert und wusste fortan, dass ich dies auch erreichen möchte.» Seither hat sie eine WM-Bronzemedaille gewonnen und den Schweizer Rekord aufgestellt. «Beides in diesem Jahr zu wiederholen, ist mein Ziel an der WM in Brünn.» Auf dem Weg dahin ist die SM vom Samstag ein wichtiger Schritt.

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