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«Die Zahlen sind zufriedenstellend, aber auch hart erarbeitet»

Das Sparpaket macht es möglich: Das Illnau-Effretiker Budget 2015 fällt bei unverändertem Steuerfuss fast ausgeglichen aus. Die Schulden nehmen nicht mehr weiter zu.

Die Stadt Illnau-Effretikon rechnet im Budget 2015 mit einer roten Null. Das prognostizierte Defizit von rund 348 000 Franken liegt bei einem Gesamthaushalt von 104 Millionen Franken im Rundungsbereich. Der Steuerfuss soll bei 115 Prozent bleiben. Allerdings warnte Finanzvorstand Philipp Wespi (JLIE) gestern an der Medienkonferenz: «Das ist nur möglich, wenn das Sparpaket 17 umgesetzt wird.» Ins Budget 2015 sind Massnahmen in der Höhe von rund 500 000 Franken eingeflossen. Weitere Sparrunden sind auch für 2016 und 2017 angekündigt. Total will der Stadtrat über eine Million Franken abspecken. «Wenn das Sparpaket vom Parlament nicht mitgetragen wird, wirft dies die gesamte Finanzplanung über den Haufen», sagte Wespi. Im Vergleich zu 2014 fällt der Voranschlag 2015 um 1,1 Millionen Franken besser aus. Zwar steigen die Ausgaben in den Bereichen Soziales und Gesundheit weiter an. «Da sind wir keine Ausnahme», sagte Wespi. Alleine die Zusatzleistungen und die Pflegefinanzierung schlagen mit rund 800 000 Franken zusätzlich zu Buche. Dafür verzeichnet die Stadt gleichzeitig auch Mehrerträge. Der Ressourcenausgleich vom Kanton erhöht sich um 1,2 Millionen auf knapp 20 Millionen Franken. Daneben wachsen auch die Steuereinnahmen. Fallen diese Mehreinnahmen weg, droht allerdings erneut ein strukturelles Defizit. Denn die Sozial- und Gesundheitskosten werden weiter steigen. «Das sind gebundene Ausgaben. Da können wir nicht sparen», sagte Wespi. Höherer Cashflow Besser als auch schon präsentiert sich der Cashflow – die selbst erwirtschafteten Mittel. Zwar wird das Zielband von 7 bis 10 Millionen Franken jährlich noch immer nicht erreicht. Mit 6,7 Millionen Franken kann der Wert gegenüber dem Vorjahr aber um 1,7 Millionen gesteigert werden. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt somit bei 92 Prozent – so hoch wie in den letzten fünf Jahren nicht mehr. Das heisst: Die geplanten Investitionen können praktisch selbst finanziert werden. Die Verschuldung wird im kommenden Jahr nicht zunehmen. «Die Zahlen sind zufriedenstellend, aber auch hart erarbeitet», so Wespi. Und auch der Blick in die Kristallkugel ist nicht mehr so erschreckend: Falls 70 Prozent der geplanten Investitionen getätigt werden, wird der Schuldenberg von rund 57 Millionen Franken bis 2020 nicht zunehmen. «Darauf sind wir etwas stolz», sagte Wespi. Dies nachdem vor ein paar Jahren die Schreckensszenarien noch von über 100 Millionen Franken Schulden ausgingen. «Das zeigt, dass der Stadtrat seine Hausaufgaben gemacht hat.» Allerdings wurden die Investitionen auch auf ein Minimum zurückgeschraubt. 2015 liegen diese total bei 9,9 Millionen Franken (2014: 12,5 Millionen Franken). Projektiert sind etwa die Schulraumerweiterung Hagen in Illnau (Planungskosten von 1,5 Millionen Franken), Brandschutzmassnahmen beim Schulhaus Eselriet (1,1 Millionen Franken) und energetische Massnahmen beim Restaurant Rössli (900 000 Franken). Fusion nicht eingerechnet Nicht in der Finanzplanung eingerechnet ist der geplante Zusammenschluss mit Kyburg. Bei der Budgetierung seien noch keine gesicherten Zahlen vorhanden gewesen, erklärte Wespi. Allerdings würden die finanziellen Konsequenzen nicht so negativ ausfallen, wie gemeinhin angenommen. «Wir werden es kaum spüren.» Noch immer keinen Eingang in den Integrierten Aufgaben- und Finanzplan gefunden hat die Zentrumsentwicklung Mittim. Daraus lassen sich laut Finanzvorstand Wespi allerdings keine Schlussfolgerungen ziehen, wie weit das Projekt entfernt ist.

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