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Diese junge Kunst wirkt direkt in Harare

Kunst und Solidarität: In der Halle 710 organisiert eine Maturandin eine Vernissage, um den Kampf gegen Aids zu unterstützen.

Für Mara Keitel wird es bis kurz vor der eigenen Ausstellung noch die eine oder andere Überraschung geben. «Bis spätestens bis Donnerstag hoffe ich, die gesamte Kollektion zusammen zu haben», sagt die 18-jährige Schülerin der Kantonsschule Büelrain. Tags darauf findet in der Halle 710 ihre Maturarbeit statt: die Vernissage «Myochena», bei der sie die Werke von rund 30 junge Künstlerinnen und Künstler ihre Werke ausstellt. «Skulpturen, Gemälde und Fotografien. Was genau zusammenkommt, weiss ich selber noch nicht im Detail», sagt Keitel. Als Pfadi-Leiterin hat sie gemerkt, dass die gut und gerne organisiert. Für ihre Maturarbeit verbindet sie nun das Angenehme mit dem Nützlichen. Denn die Einnahmen der Ausstellung fliessen an das Hilfswerk Swiss Aids Care International, das von Harare aus operiert, der Hauptstadt Simbabwes.

Leben, Hoffnung, Zeit

In den Winterthurer Kantonsschulen und am Zürcher Liceo Artistico hat Keitel Inserate ausgehängt, um junge Künstler zu animieren, frei zu einem der Mottos «Leben», «Hoffnung», «Zeit» oder «Perspektive» etwas für ihre Ausstellung zu kreieren. «Das sind Themen, die für einen Aids-Patienten plötzlich eine neue Bedeutung bekommen», sagt sie. Von den rund 50 Interessenten, werden nun 30 ausstellen. Dämpfer gab es anfangs bei der die Sponsoren-Suche. Keitel hat gelernt, dass man persönlich auf die Leute zugehen muss, um sie für eine Idee zu gewinnen. Für die Miete, Strom, Heizung und Lichtinstallation hat sie rund 800 Franken budgetiert. Damit auch viel kaufwilliges Publikum die Ausstellung besucht, hat sie in einigen Galerien und Cafés bereits Flyer aufgelegt. Lokale Konkurrezn hat sie mit der «Jungkunst» bereits, die in der Halle 52 auf dem Sulzerareal Stadtmitte ausstellt. «Können wir 600 Franken spenden, gebe ich der Arbeit per ein ‹genügend›», sagt Keitel. Mit diesem Beitrag könne ein Aids-Kranker ein Jahr lang richtig therapiert werden.Ausstellung Myochena, Freitag, 24. Oktober, ab 19 Uhr, Halle 710, Am Eulachpark, Winterthur. Eintritt: 5 Franken.

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