Zum Hauptinhalt springen

«Dieses Glücksgefühl»

Mit ihrer zierlichen Figur, 42 Kilo und 1,56 m gross, könnte Gianina Ernst auch als Eiskunstläuferin durchgehen. Als Kind war sie oft dabei, wenn ihr knapp vier Jahre älterer Bruder Benjamin für den SC Einsiedeln von der Schanze hüpfte. Mit fünf stellte sie sich selbst auf die Sprungbretter, «weil ich das auch mal ausprobieren wollte». Mit neun machte sie bei Nachwuchswettbewerben mit, landete stets vorne und verbesserte sich ständig.

Hat sie denn keine Angst, bei 90 Stundenkilometern von der Schanze abzuheben und ins Leere zu springen? «Ich habe doch gelernt, wie das geht», sagt die 15-jährige Winterthurerin und grinst. Was sie fasziniere, sei «der Kick, mit dem Wind zu spielen, und dieses Glücksgefühl während des Fluges zu geniessen». Sie holt tief Luft, atmet kräftig aus und ihre Augen strahlen. Ihr weitester Sprung ging auf 112 m. Das war im Training Anfang November 2013 in Stams.

Sie hat auch schon erfahren, wie gefährlich ihr Sport sein kann. Letztes Jahr verlor sie nach dem Absprung auf der Schanze in Seefeld beide Ski, nachdem die Bindungen aufgegangen waren. «Ich bin auf dem Bauch den Aufsprunghügel hinuntergerutscht. Ausser einem blauen Auge und einer dicken Backe hatte ich nichts», erzählt Gianina Ernst mit der Gelassenheit eines Teenagers, der beim Eislaufen gestürzt ist und sich ein paar Schrammen geholt hat. (wke)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch