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«Dinge behauptet, die überhaupt nicht stimmen»

Bei den Befürwortern der Grundstufe sass der Frust gestern tief. Sie ärgerten sich vor allem über die Kam­pa­gne der Gegner, die in ihren Augen unfair und emotional geführt war. «Die haben behauptet, der Kindergarten werde abgeschafft», sagte Kantonsrätin Esther Guyer von den Grünen. «Dabei stimmt das hinten und vorne nicht.» Guyer hat als Schulpflegerin in Zürich einst einen Pilotversuch mit der Grundstufe lanciert. Man müsse nun weiter an Lösungen arbeiten, sagte sie, denn die grossen Unterschiede zwischen Kindern im Vorschulalter seien ein Fakt: «Die einen können schon schreiben, andere haben noch nie einen Stift in der Hand gehabt.» Die SP sprach von einem Rückschlag in der Entwicklung der Volksschule. BDP-Kantonsrat Stefan Hunger aus der Schulversuchsgemeinde Mönchaltorf kritisierte jene beiden bürger­lichen Parteien, die den Gegenvorschlag zur Prima-In­itia­ti­ve zur Annahme empfohlen hatten, nicht aber die Initiative: FDP und CVP hätten sich im Abstimmungskampf still verhalten. Ähnlich tönte es auch bei Christian Haltner, Präsident des Vereins Chance Volksschule und selbst FDP-Mitglied. «Von jenen, die den Gegenvorschlag unterstützen, kam überhaupt nichts», sagte er. «Die haben bloss zugeschaut und gehofft, am Ende zu den Siegern zu gehören.» Beat Walti, der Präsident der Zürcher FDP, wehrte sich gegen solche Vorwürfe. «Unsere Mittel sind leider limitiert», sagte er. Die anderen hätten sich mit der FDP für den Kompromiss starkmachen sollen, statt an ihren «utopischen Maximalforderungen» festzuhalten. Für die Schule ändere sich in der Sache aber nichts: Diese müsse auch künftig Schwächere unterstützen und Stärkere fördern. (hub)

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