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Diplome statt Medaillen

Auch im zweiten Versuch wurde es nichts mit der angestrebten Goldmedaille für Lara Gut. Die Tessinerin musste sich im Super-G mit Rang 4 begnügen – sieben Hundertstel hinter Bronze. Die Tessinerin nahm das Verdikt zumindest äusserlich gelassen: «Eine muss ja Vierte werden. Das war halt ein weiteres Mal ich, zum dritten Mal bei einem Grossanlass.»

Dabei hätte es in jener Disziplin, in der sie heuer schon drei Rennen gewonnen hat, ihr Tag werden sollen. Doch ausgerechnet in den auf sie zugeschnittenen, stark drehenden Passagen handelte sich die Tessinerin den Rückstand ein. «Im Zielhang lag mehr Wasser als Schnee. Da habe ich die Piste nicht mehr gespürt.» Entsprechend schwierig sei es gewesen, mit optimalem Druck zu steuern.

Mit Fränzi Aufdenblatten und Fabienne Suter klassierten sich zwei weitere Schweizerinnen in den ersten sieben. Für die Walliserin war Platz 6 und ihr erstes Diplom ein «gelungener Abschluss» nicht nur dieser Spiele, sondern auch ihrer Karriere. Der Rücktritt am Saisonende scheint beschlossen. Die direkt hinter der Walliserin klassierte Fabienne Suter führt zum achten Mal an einem Grossanlass in die Top 8, zu Edelmetall reichte es wieder nicht. «Ich bin es mich ja langsam gewöhnt», sagte sie mit einer gewissen Resignation in der Stimme.

Auf dem vom Österreicher Florian Winkler ausgeflaggten Kurs hatte vor allem die erste Phase des Rennens skurrile Formen angenommen. Von den mit den Nummern 1 bis 8 gestarteten Fahrerinnen scheiterten sieben. Zu ihnen gesellte sich auch Dominique Gisin mit Nummer 11. Die Abfahrts-Olympiasiegerin rutschte wenige Tore vor dem Ziel weg.

Der Olympiasieg ging zum dritten Mal in Folge an Österreich. Die 24-jährige Salzburgerin Anna Fenninger (Bild), 2011 Weltmeisterin in der Super-Kombination und in der Abfahrt am Mittwoch ausgeschieden, nahm Maria Höfl-Riesch 55 und ihrer Landfrau Nicole Hosp 66 Hundertstel ab. Die Deutsche gewann wie die Tirolerin ihre zweite Medaille in Sotschi, wobei Hosp an Grossanlässen nun in jeder Disziplin mindestens einen Podestplatz ausweisen kann.

Die letzte Chance

Morgen Dienstag folgt im Riesenslalom Lara Guts letzte Chance auf Gold. Ihre Saisonbilanz ist durchzogen. Einerseits siegte sie in Sölden und wurde in Lienz Zweite hinter der Liechtensteinerin Tina Wei­rather, die wegen ihrer Schienbeinkopf-Verletzung auch ihren letzten geplanten Start in Sotschi absagen musste. Andererseits kam Gut auch dreimal nicht ins Ziel. Zu den Mit­favoritinnen gehört auch wieder Guts gute Freundin Anna Fenninger, Sie hatte Ende Dezember den letzten Riesenslalom vor Olympia und im Vorjahr WM-Bronze gewonnen. (si/red)

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