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Doch noch Dampf in der Stadthalle?

Die Maschinensammler fühlen sich ausgebremst. Stephan Amacker, Präsident des Vereins Dampfzentrum Winterthur, ist empört über die Einschätzung von Stadträtin Pearl Pedergnana (SP), dass eine Dampfmaschinenausstellung in der neuen Stadthalle chancenlos sei («Landbote» von gestern). «Davon war am Workshop nie die Rede», sagt Amacker. Er hofft, dass seine Ideen doch noch in die ausgear­bei­te­ten Szenarien einfliessen. Es sei viel zu früh, etwas auszuschliessen.

«Die Stadt fordert ein Zen­trum mit Ausstrahlung, einen Leuchtturm», so Amacker weiter. «Und was passt besser in die historische Halle als die Maschinen, welche Winterthur überhaupt erst zur Stadt gemacht haben?» Ursprünglich hatte der Verein die Halle 53 selbst kaufen wollen, doch die Stadt kam ihm zuvor. Nun hofft man, sie mit einem ausgefeilten Nutzungskonzept für die Stadthalle doch noch zu überzeugen.

Ein Schaubetrieb, wie in der «Nagli», würde täglich Leben in die Halle bringen, argumentiert Amacker. Dies sei im Workshop ausdrücklich gewünscht worden. In Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein und anderen Trägerschaften könnte die Industrie- und Alltagsgeschichte Winterthurs lebendig inszeniert werden. Eine solche Ausstellung liesse noch genug Platz für Konzerte und Kongresse. Die Maschinen böten sogar eine attraktive Kulisse. Lediglich wenn eine fast leere Halle gewünscht sei, wie für die Afro-Pfingsten, müsse das Konzept angepasst werden – denkbar sei aber auch das.

Dampfmaschinen hätten zudem nicht nur einen historischen, sondern einen didaktischen Nutzen: Im Maschinenlabor könnten ZHAW-Studenten anschaulich über Thermodynamik lernen. Dieses Verständnis erlaube erst, die Technologien der Zukunft zu entwickeln, sagt Amacker, selbst ETH-Ingenieur. (mig)

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