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Doppelte Wahlpanne zur Gripen-Abstimmung in Neftenbach

Peinliche doppelte Wahlpanne in Neftenbach: Wegen «Flüchtigkeitsfehlern» bei der Gripen-Vorlage die Ja- mit den Nein-Stimmen vertauscht und rund 500 Stimmen wurden gar nicht erst gezählt.

53,4 Prozent äusserten sich an der Urne gegen die Gripen-Beschaffung. Manch einer rieb sich die Augen, als er auf das Resultat der Gemeinde Neftenbach zur Gripen-Abstimmung stiess: Dort wurden 488 Ja gegenüber 1330 Nein angegeben, also ein Nein-Stimmenanteil von 73,16 Prozent. Ein Vergleich im Kanton zeigt, dass nur gerade die Zürcher Kreise 3, 4 und 5 die Vorlage ähnlich hoch abgelehnt haben. Konnte das für eine bürgerliche Gemeinde stimmen, in der zum Beispiel die Mindestlohninitiative mit 83 Prozent verworfen wurde?«Nein, es ist uns ein ärgerlicher Fehler unterlaufen, wir bedauern das sehr», sagte Gemeindepräsident Manfred Stahel auf Anfrage. Laut Gemeindeschreiber Kurt Nafzger sind gleich zwei Pannen passiert: «Zum einen wurden 500 Ja-Stimmen nicht mitgezählt und zum anderen die Ergebnisse vertauscht.» Will heissen: Effektiv wurden in Neftenbach zur Beschaffung des schwedischen Kampfflugzeugs 1330 Ja und 988 Nein in die Urne gelegt, womit die Vorlage von 57,38 Prozent der Abstimmenden angenommen wurde. «Unser Wahlbüro ist mit der hohen Stimmbeteiligung bei sieben Abstimmungen an seine Grenzen gestossen», begründet Nafzger die «Flüchtigkeitsfehler». Das interne Kontrollsystem werde nun verstärkt. Beim Statistischen Amt ist der Fehler, der offenbar der einzige seiner Art im Kanton war, inzwischen korrigiert.Ein Trost, wenn auch ein kleiner, bleibt den Neftenbacher Behörden: auch in Uetikon am See passierte eine Panne. 700 Ja-Stimmen wanderten ins Nein-Lager. Das Ergebnis wurde dadurch allerdings nur verzerrt und nicht gekippt.

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