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Doppeltes Bruderduell knapp an Pfadi

Das Dutzend ist voll. Pfadi Winterthur gewann auch das zwölfte Aufeinandertreffen mit Stäfa in der Nationalliga A. Da der Leader im Hinblick auf den Europacup das Tempo zu früh drosselte, gewann er am Zürichsee aber bloss 28:26.

Nach 40 Minuten waren Petr Hrachovec und Top­sko­rer Luka Maros auf der Winterthurer Bank zu Spässen aufgelegt, die Pfader sich ihrer Sache sicher – zu sicher. 22:15 lagen die Eulachstädter zu diesem Zeitpunkt in Führung. Trainer Adrian Brüngger gönnte seinem Stammrückraum eine Verschnaufpause, was sich beinahe gerächt hätte. Unter der Regie von Tim Jud und dem erst spät erwachten Top­sko­rer Filip Maros verkürzten die Lakers ihren Rückstand kontinuierlich. Und als Torben Ehlers in der 53. Minute aus grosser Distanz zum 22:25 traf, schickte Brüngger das Trio Kevin Jud, Julian Krieg und Dino Bajram zum Aufwärmen und wenig später zurück aufs Feld. Als Pfadis Top­sko­rer Luka Maros in der 57. Minute das 27:23 erzielte, schien der Favorit den Kopf aus der Schlinge gezogen zu haben. Es zählen nur die Punkte Die Gäste hatten allerdings die Rechnung ohne Roger Bleuler gemacht. Ein Doppelpack des linken Flügelspielers liess den Grossteil der 485 Fans in der Frohberg-Halle doch noch auf einen Punktgewinn hoffen. Und als Pedja Milicic als siebter Feldspieler 30 Sekunden vor Schluss sogar den Anschlusstreffer erzielte, mussten die Winterthurer ihre ganze Routine in die Waagschale werfen. Kevin Jud sorgte mit dem 28:26 unmittelbar vor der Sirene für den Schlusspunkt. Die Pflichtaufgabe beim Tabellenvorletzten zwischen den beiden Europacupspielen gegen Topolcany haben die Pfader erfüllt. «Was zählt, sind einzig die beiden Punkte», sagte Kevin Jud. Schliesslich hätten Wacker Thun und GC Amicitia in Stäfa verloren. «Wir haben sicher davon profitiert, dass Pfadi etwas Tempo rausgenommen hat», meinte Tim Jud. Die Stäfner kamen zwar zu keinem Punktgewinn, konnten nach den zuletzt dürftigen Leistungen gegen GC Amicitia und Fortitudo Goss­au jedoch Selbstvertrauen tanken. Das werden sie im Kampf um den Ligaerhalt brauchen können. Keine Rechenspiele Ein weiteres Bruderduell wird es in der Meisterschaft in dieser Saison nicht mehr geben. Beim gemeinsamen Mittagessen hatten die beiden Spielmacher sich gegenseitig noch angestachelt, nach dem Spiel fachsimpelten sie im Kreise der Familie. Mit Filip und Luka Maros hatte auch ein zweites Brüderpaar nach direktem Kontakt auf dem Feld nach dem Schlusspfiff Diskussionsstoff. Für Luka Maros und Kevin Jud gilt der Fokus nun ganz dem Rückspiel im EHF-Cup am Sonntag gegen Topolcany. «Dort lassen wir uns nicht auf Rechenspiele ein», stellt der bald 22-Jährige klar. In Oberseen wird Pfadi Winterthur dann auch auf die Unterstützung von Tim Jud zählen können. Der U21-Nationalspieler erklärt: «Es ist für mich interessant, zu sehen, wie sich Kevin auf dem internationalen Parkett bewegt. Natürlich möchte ich das auch einmal erleben. Mit Stäfa ist das derzeit jedoch nicht möglich.»

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