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Drei Walliser Politiker erhalten belgische Ehrenorden

Der belgische Aussenminister Didier Reynders hat am Montag in Siders im Namen von König Albert II zwei Walliser Staatsräte und den Stadtpräsidenten von Siders ausgezeichnet. Die Ehrung ist eine Geste des Dankes für den Einsatz der Walliser beim Busunglück im letzten März, bei dem 28 Menschen ums Leben kamen.

Die Walliser Staatsratspräsidentin Esther Waeber-Kalbermatten und Staatsrat Jacques Melly erhielten vom belgischen Aussenminister den Leopoldsorden verliehen. François Genoud, Stadtpräsident von Siders, wurde mit dem belgischen Kronenorden ausgezeichnet.

Die Ehrungen seien ein Zeichen von König Albert II und als Dank für den grossen Einsatz beim tragischen Busunglück zu verstehen, sagte Reynders beim der Verleihung im Ratshaus von Siders. Es sei äusserst selten, dass der König im Rahmen solcher Umstände Ehrenorden verleihen lasse.

Der Aussenminister bedankte sich im Namen des belgischen Volkes bei den Rettungskräften und bei der Walliser Bevölkerung. Das Engagement der Rettungskräfte und der Empfang der Familien im Wallis war in Belgien laut Reynders sehr geschätzt worden.

Die Beziehungen zwischen den Ländern habe sich durch den Unfall verstärkt, sagte der Aussenminister weiter. Einen Eindruck, den die Walliser Staatsratspräsidentin teilte: "Belgien, aber auch die Niederlande und die Schweiz - vor allem aber das Wallis - haben sich angenähert."

Man freue sich über den Dank aus Belgien. Doch die Freude sei getrübt beim Gedanken an die vom Unfall betroffenen Menschen, sagte Waeber-Kalbermatten weiter. "Wir haben das getan, was in einem solchen Moment getan werden muss. Und Sie können uns glauben, wir hätten gerne mehr getan."

An der Zeremonie nahmen neben der Delegation aus Belgien und den Walliser Politikern auch der Walliser Polizeikommandant Christian Varone teil. Ebenfalls anwesend war Bundesrat Didier Burkhalter, der am Dienstag mit seinem belgischen Amtskollegen verschiedene bilaterale, europäische und internationale Themen erörtern wird.

Ein belgischer Reisecar mit 52 Personen an Bord war am 13. März im Tunnel der Autobahn A9 nahe Siders frontal in die Wand einer Nothalte-Nische gefahren. Beim Unfall wurden 22 Kinder und 6 Erwachsene getötet. 24 Kinder wurden teils schwer verletzt.

(sda)

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