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Drucker demonstrieren

Rund 100 Personen haben gestern an einem Aktionstag der Gewerkschaft Syndicom gegen Sparmassnahmen protestiert.

In der Druckereibranche gibt es seit Anfang Jahr keinen Gesamtarbeitsvertrag mehr. Seither stehen die Gewerkschaften und die Arbeitgeber in harten Verhandlungen: Die Unternehmerseite fordert eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 40 auf 42 Stunden. Zudem sollen die Zuschläge für Nachtarbeit gesenkt werden. Dagegen hat die Syndicom, die Gewerkschaft für Medien und Kommunikation, gestern an einem nationalen Aktionstag protestiert. Gemäss einer Medienmitteilung der Syndicom haben landesweit 750 Personen daran teilgenommen.

Kundgebungen fanden in Luzern, Genf, Fribourg, Glovelier im Kanton Jura und auch in Winterthur statt. In der Grüze trafen sich gut 100 Arbeitnehmer und Gewerkschaftsvertreter aus Zürich und der Ostschweiz ge­gen­über der Druckerei der Ziegler Druck- und Verlags-AG, die auch den «Landboten» herausgibt. Denn auch hier sollen die Arbeitszeiten verlängert und die Nachtzuschläge reduziert werden. «Die Unternehmer sollen rasch den alten Gesamtarbeitsvertrag wieder unterschreiben», forderte Hans-Peter Graf, Zentralsekretär der Syndicom.

«Wir müssen zusammenstehen», erklärte Regionalsekretär Dominik Dietrich. «Sonst werden die Arbeitsbedingungen in einem Betrieb nach dem anderen verschlechtert.» Die St. Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi sagte: «Ein Gesamtarbeitsvertrag muss in der Schweiz zur Pflicht werden. Dafür werden wir politisch kämpfen.» Auf den Druck der Unternehmer müssten die Angestellten mit Gegendruck reagieren. Mehrere Gewerkschaftsvertreter sagten, wenn die Firmen nicht auf die Forderungen eingingen, werde man einen Streik organisieren. (bä)

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