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Dübendorf erneut zu stark für den EHCW

dübendorf. Auch gestern war der EHC Winterthur dem EHC Dübendorf nicht gewachsen: Er verlor 0:4 (0:1, 0:1, 0:2) und die Playoff-Finalserie 0:3. Dübendorf ist Ostschweizer Meister.

Der EHC Dübendorf gewann erstmals seit 2007 wieder die Ostschweizer Meisterschaft in der 1. Liga und kann nächste Woche um den Schweizer Amateurmeistertitel kämpfen. Die Durststrecke der Glattaler war lang, ihr Erfolg aber verdient. Sie waren in der Qualifikation, in der Masterround und letztlich auch in den Playoffs das beste und konstanteste Team der Gruppe. An dieser Erkenntnis hätte am ehesten der EHC Arosa rütteln können, der im vierten Spiel des Viertelfinals bis in die letzte Minute hinein führte und vor dem Einzug in den Halbfinal stand. «Dieser Match gehört zu den Top drei meiner verrücktesten Spiele», sagte Dübendorfs Trainer Christoph Schenk selbst gestern noch. Doch sein Team überstand auch diese kritische Si­tua­tion.

Das fatale Startspiel

Der EHCW hätte den Dingen am ehesten im ersten Finalmatch am letzten Sonntag einen anderen Lauf geben können. Da war er auf dem Weg zum Sieg, als neun Minuten vor Schluss das 2:0 fiel. Doch Dübendorf verkürzte zwölf Sekunden später, glich noch aus und siegte im Penaltyschiessen. Da wankte Dübendorf. Das war weder am Dienstag in Winterthur noch gestern vor 950 Zuschauern vor eigenem Publikum der Fall.

Die letzten Zweifel an Dübendorfs Titelgewinn räumte Dennis Barts gestern mit dem 3:0 in der 57. Minute aus. Dass Timon Vesely mit einem Schuss ins leere Tor auf 4:0 erhöhte und Goalie Flavio Lüdke einen Shutout feiern durfte, machte die Sache nur noch schöner für das Team von Christoph Schenk.

Wieder ein Fehlstart

Dübendorf musste sich höchstens den Vorwurf gefallen lassen, nicht schon viel früher alles klar gemacht zu haben. Denn die Winterthurer konnten vor allem im ersten Drittel nicht umsetzen, was sie sich vorgenommen hatten. Wie am Dienstag führte Dübendorf früh, diesmal schon nach 111 Sekunden, als Raphael Röthlisberger die Scheibe über die Linie drückte. Remo Oehninger verhinderte mehrmals einen höheren Rückstand, und als er geschlagen war, schlug Roland Schöbi die Scheibe von der Linie oder traf Ken Künzli nur die Lattenunterkante.

Die Winterthurer kamen nicht ins Spiel, weil sie Scheibe und Gegner stets hinterherliefen. So kam Dübendorf immer wieder mit Tempo ins Drittel des EHCW, und Checks konnten auch nicht gesetzt werden, weil die Dübendorfer einfach schneller waren. Auch nach vorne ging wenig. Die einzige Chance des ersten Drittels vergab nach einem Fehler Dübendorfs Philipp Loser. Er scheiterte an Lüdke, der in der Tat einen grossen Abend hatte und völlig zu Recht zum besten Spieler gewählt wurde.

Kein Erfolg im Powerplay

Das heisst auch, dass von den Winterthurern im zweiten Drittel doch eine Reaktion kam. Dübendorf erhielt weniger Chancen, das Spiel war nun ausgeglichen. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Spencer Rezek in der 31. Minute, doch Lüdke wehrte seinen Schuss mit Hilfe der Latte ab. Zuvor hatte Lüdke auch Tanners Chance zunichte gemacht.

Im Mitteldrittel erhielt der EHCW auch zwei Powerplay-Chancen. Doch beide Male war Dübendorf näher am Shorthander als der EHCW am 1:1. Erst vergab Marc Wüst, dann Röthlisberger. Umgekehrt war Dübendorf in seinem Powerplay erfolgreich. In der 32. Minute war das Heimteam 45 Sekunden lang in doppelter Überzahl, und als Sebastiano Guidotti gerade wieder auf das Eis zurückgekehrt war, erhöhte Lukas Stettler auf 2:0.

Der Zweitorerückstand war für den EHCW eine schwere Hypothek. Er war nicht unverdient, aber die Winterthurer hatten im mittleren Abschnitt auch ihre Chancen gehabt. Im Schlussdrittel war das nicht mehr der Fall. Obwohl es im Eishockey bekanntlich schnell gehen kann, sah es nie danach aus, als könnten die Winterthurer nochmals eine Wende herbeiführen und zumindest ein zweites Heimspiel erzwingen. Sie versuchten es zwar, aber Dübendorf war zu solid. Was der EHCW zu bringen in der Lage war, war einfach nicht genug, um diesen Gegner nochmals in Schwierigkeiten zu bringen an diesem Abend, in dieser Serie, in dieser Saison.

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