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Dübendorfs Tempo nicht gewachsen

dübendorf. Der EHC Winterthur kann in der «Finalissima» der Erstliga-Ostgruppe nicht bestehen: Dübendorf setzt sich verdient 3:0 (0:0, 1:0, 2:0) durch und verteidigt seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich.

Der EHCW lehnte sich zwar nochmals nach Kräften auf, doch das Schicksal der Winterthur war nicht mehr abzuwenden: Dübendorf liess sich mit einem sicheren 3:0-Vorsprung im Rücken nicht mehr vom Weg zur Titelverteidigung abbringen und überstand die Schlussphase souverän. Der Lohn: Der zweite Meistertitel in der Erstliga-Ostgruppe in Folge und die Chance, gegen Wiki-Münsingen und Franches-Montagnes um den Schweizer Amateurtitel zu spielen. Die Dübendorfer werden in dieser Poule der einzige Gruppensieger sein. Das zeigt auch: Sie haben nicht nur dieses letzte Spiel dominiert, sondern die ganze Saison.

Die Frage war gestern: Was hat Dübendorf in dieser «Belle» nach zwei Niederlagen in Folge noch drauf? Die Antwort: Sehr viel. Das Team von Christoph Schenk konnte genau in dem Moment nochmals zulegen, als genau das gefragt war. Und das war zu Beginn des zweiten Drittels. Da erhöhte die Mannschaft von Christoph Schenk das Tempo markant, während sich der EHCW in einen offenen Schlagabtausch einliess.

Dübendorfs Druck

Das konnte für die Winterthurer nicht gut ausgehen, denn das Konterspiel ist es, das das Heimteam besonders liebt. Einen solchen Lauf nach vorne schloss Marc Wüst in der 29. Minute mit dem 1:0 ab. Dübendorf setzte sofort nach und drängte auf den Ausbau der Führung. Aus dem Schlagabtausch wurde ein Dauerdruck der Glattaler, dem die Winterthurer nicht wirklich widerstehen konnten. Goalie Brenno Zucchetti war es, der sein Team lange im Spiel halten konnte.

Kurz vor Ende des Mitteldrittels ging ein Befreiungsschlag Martin Wichsers übers Plexiglas hinaus. Die folgende Strafe wirkte sich zu Beginn des Schlussdrittels aus: Dennis Barts nutzte das Powerplay nach 40:44 Minuten zum 2:0. Dass diese Chance in der knappen noch verbleibenden Zeit genutzt wurde, spricht für Dübendorfs Qualität. Der EHCW konnte nicht genügend reagieren. Denn ein Missgeschick führte nach 47 Minuten zum 3:0: Zucchetti kam unnötigerweise aus dem Tor, um einen Puck wegzuschlagen. Fabian Hurter hatte dieselbe Idee, die beiden stiessen zusammen und Andreas Bührer brauchte nur noch zum 3:0 ins leere Tor einzuschieben.

Danach war Dübendorf zu stark, als dass es für den EHCW nochmals einen Weg zurück gegeben hätte. Eine letzte Chance Grolimunds nur kurz nach dem 3:0 machte Dübendorfs Goalie Remo Trüb mit einer Glanzparade zunichte. Trüb, in den letzten beiden Saisons neben Remo Oehninger noch zweiter Goalie beim EHCW, feierte nach dem 8:0 und dem 5:0 in den ersten beiden Spielen der Finalserie seinen dritten Shutout.

Nur sechs Tore

In fünf Spielen des Playoff-Finals schoss der EHCW nur sechs Tore. Damit war es schwer, dreimal zu gewinnen. Zu oft kamen die Abschlüsse der Winterthurer nicht aufs Tor. Auch gestern nicht, gerade dann, als sie es in der Hand gehabt hätten, dem Verlauf des Finals eine andere Richtung zu geben. Das war zu Beginn: Der EHCW kam besser ins Spiel, während von Dübendorf zunächst keine Reaktion auf die beiden vorangegangenen Niederlagen zu sehen war. Vielmehr wirkten die Glattaler in einigen Si­tua­tio­nen etwas fahrig. Doch die Winterthurer vergaben die Chancen, um hier in Führung zu gehen. Dem 1:0 am nächsten kam Rafael Geiser mit einem Pfostenschuss, aber auch Thomas Mettler brachte die Scheibe nicht aufs Tor und bei einem Break in Unterzahl kam Luca Hombergers Querpass zu Mettler nicht an.

«Aus dem ersten Drittel hätten wir mit einem Vorsprung herauskommen müssen», sagte EHCW-Trainer Markus Studer. «Dann begannen wir das Mitteldrittel mit einem zu aggressiven Forechecking. Das gab bei uns Löcher und das darf gegen Dübendorf nicht passieren.» So sei das erste Tor entstanden, «und wir wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig das in einem fünften Spiel im Playoff-Final ist, vor allem mental.»

Am Ende reichte es für den EHCW einfach nicht. Ein starkes Drittel war zu wenig in der «Belle» nur zwei durchwegs gute Spiele in der Serie zu wenig, um den Titel zu holen. Wie die Winterthurer aber nach den beiden hohen Niederlagen zurückgekehrt sind, das war stark, und das wird auch in Erinnerung bleiben.

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