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Dutzende Tote bei schwerem Artilleriebeschuss in Aleppo

Dutzende Menschen sind am Mittwoch in der nordsyrischen Grossstadt Aleppo durch heftigen Granat- und Raketenbeschuss getötet worden. Die Truppen des Regimes von Baschar al-Assad haben nach Angaben eines Aktivisten seit dem Morgengrauen mit ihrer schweren Artillerie etliche Wohnviertel unter Feuer genommen.

"Aleppo brennt", fügte er hinzu. Nach ersten Schätzungen sollen mindestens 50 Menschen im Trommelfeuer der Geschütze der Assad-Armee ums Leben gekommen sein.

Aleppo, eine strategisch wichtige Handelsmetropole nahe der Grenze zur Türkei, ist seit eineinhalb Monaten zwischen Regimetruppen und Aufständischen umkämpft. Vertreter hatten zuletzt mehrfach behauptet, dass die syrische Armee den Widerstand der Rebellen in der Millionenstadt bald brechen werde.

Angesichts der prekären Lage für die Zivilbevölkerung versuchten auch am Mittwoch wieder zahlreiche Menschen Syrien zu verlassen. An der Grenze zur Türkei stauten sich tausende Flüchtlinge.

Allein beim Grenzübergang nahe der türkischen Provinzhauptstadt Kilis harrten auf der syrischen Seite etwa 4000 Menschen aus, viele unter freiem Himmel, sagte ein syrischer Aktivist dort. Türkische Hilfsorganisationen versorgten die Menschen mit Lebensmitteln und organisierten für Kranke und Verletzte eine Einreise in die Türkei.

"Die Lage ist miserabel", sagte der Aktivist: "Wir glauben, dass mit dieser Situation auch der Druck zur Schaffung einer Schutzzone in Syrien erhöht werden soll." Die Türkei hat bisher mehr als 80'000 Flüchtlinge aufgenommen.

An der diplomatischen Front blieb alles beim Alten. Bei ihrem Besuch in Peking konnte US-Aussenministerin Hillary Clinton keine Annäherung im Streit um den Umgang mit dem Konflikt in Syrien feststellen.

Die Geschichte werde zeigen, dass China in der Syrien-Frage angemessen handle, sagte der chinesische Aussenminister Yang Jiechi auf einer Medienkonferenz mit Clinton. China gehe es um die Interessen des syrischen Volkes.

Clinton forderte dagegen mehr Rückhalt für den UNO-Sicherheitsrat. "Es ist kein Geheimnis, dass wir enttäuscht sind von den Entscheidungen Russlands und Chinas, schärfere Sanktionen des Sicherheitsrats zu blockieren", sagte sie. Man hoffe jedoch, einen Weg nach vorn zur Beendigung der Gewalt in Syrien zu finden.

(sda)

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