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DVD-tipps Familie verzweifelt gesucht Mit der Mutter versöhnt Elfen helfen Eltern

Um die Familie nach dem Tod der Mutter wieder zusammenzuführen, flüchtet der 14-jährige Casey aus dem Heim, entführt den noch nicht einjährigen Bruder und zwingt seinen 19-jährigen Halbbruder Haliday, mit ihm zum Vater zu reisen. – Die eigentliche Hauptfigur ist der älteste Bruder, ein typischer Nichtsnutz, den die Mutter aus dem Haus gewiesen hat, damit er die Familie nicht gefährde. Davon weiss Casey nichts, und als er es erfährt, hat Haliday gezwungenermassen längst angefangen, sich um das Baby und den verzweifelt liebesbedürftigen Kindsentführer zu kümmern. Der ihm dabei gezeigte Dank und Respekt, auch von Seiten zweier halbkrimineller junger Frauen, weckt seine Selbstachtung und damit den Wunsch, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Regisseur Mark Munden inszeniert diesen schwierigen und fast wundersamen Prozess, ohne je ins kitschig Sentimentale zu verfallen. Einziger Wermutstropfen: Die Untertitel in der Originalfassung fehlen. (tdv)

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Andy (Seth Rogen) will ein selbst entwickeltes Putzmittel bei einer Kaufhauskette unterbringen. Als seine verwitwete Mutter (Barbra Streisand) ihm von ihrer grossen Liebe vor der Ehe erzählt, beschliesst er, sie zu verkuppeln. Er nimmt sie auf seine Verkaufstour mit. Wo Seth Rogen mitwirkt, muss man sich auf Zoten gefasst machen. Nicht in «The Guilt Trip», wie das Roadmovie im Original heisst. Witze unter der Gürtellinie fehlen völlig, was auch zum Charakter des verklemmten Sohnes passt. Der Film gefällt vor allem, weil die Chemie zwischen den Hauptfiguren stimmt und sie in alltägliche Si­tua­tio­nen geraten. Komisch werden diese dadurch, dass Mutter und Sohn verschieden dar­auf reagieren, was zu amüsanten Spannungen führt. Es überzeugt, dass die zwei daran wachsen, sich dar­um einander annähern und voneinander lernen können. Vielleicht weil dies alles wenig spektakulär, überhaupt nicht schräg und abgedreht ist, lief der Film bei uns nicht im Kino. (tdv)

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Cindy und Jim Green können keine Kinder kriegen. Trotzig halten die beiden fest, wie ihr Wunschkind wäre, und vergraben die Notizen im Garten. Noch in derselben Nacht taucht Timothy auf, mit Blättern an den Beinen. – Natürlich erinnert diese Disney-Produktion an «Mary Poppins». Darin erscheint die Titelfigur ebenfalls wie durch ein Wunder und verkörpert, was ein Junge und ein Mädchen sich ersehnt und notiert haben. Auch geht es in beiden bittersüss endenden Geschichten zentral um die rechte Weise, ein Kind zu lieben und zu erziehen. Leider geht der Film diese Themen ohne die Fantasie und den unverkrampft-frechen, ja aufmüpfigen Witz des Klassikers an. Als wäre das Publikum geistig zurückgeblieben, werden alle Probleme beim Namen genannt, dann auf meist einfallslose oder unglaubwürdige Art gelöst und die resultierenden Einsichten danach noch verbalisiert. Interessant ist einzig, dass sich die Erwachsenen kindisch und Timothy erwachsen benimmt. (tdv)

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