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Ebnet wird nun doch zur Quims-Schule

Lange wehrte sich die Schulpflege dagegen, doch nun ist es Tatsache: Das Schulhaus Ebnet wird ab Sommer zu einer Quims-Schule.

Weil sie einen Imageverlust befürchtete und zwei ausgeglichene Schulhäuser wollte, kämpfte die Embracher Schulpflege lange dagegen: Doch nun gibt es keinen Ausweg mehr und der Kanton verleiht der Schuleinheit Ebnet ab nächstem Schuljahr das Label Quims. Die Abkürzung steht für das Programm «Qualität in multikulturellen Schulen». Aufgenommen wird eine Schule, wenn der Anteil fremdsprachiger und ausländischer Schüler, der sogenannte Mischindex, durchschnittlich über 40 Prozent liegt. Dafür erhält die Schuleinheit besondere Unterstützung vom Kanton. Im Ebnet liegt dieser Mischindex bereits seit fast vier Jahren über 40 Prozent. Allerdings gab der Kanton vor zwei Jahren dem Antrag der Embracher Schulpflege statt, das Ebnet nicht zur Quims-Schule zu machen. Heute liegt der Mischindex mit 43 Prozent aber noch immer über dem Limit, und damit wird das Ebnet bis auf Weiteres zur Quims-Schule. Die Schulpflege versuchte zwar bei der Schülerzuteilung stets beim Mischindex korrigierend einzugreifen, indem sie Deutschsprachige aus dem mittleren Dorfteil vermehrt ins Ebnet schickte und Fremdsprachige ins Dorfschulhaus. «Allerdings sind diese Möglichkeiten aufgrund der Länge eines zumutbaren Schulweges begrenzt», erklärt Schulpflegepräsident Peter Tschudi. Man könne nicht einfach Schweizer Kinder aus dem oberen Dorfteil mit dem Schulbus ins Ebnet fahren. Die Politik der Durchmischung kam aber auch bei einem Teil der Elternschaft nicht gut an. Kinder würden «geopfert», wenn sie ins Ebnet eingeteilt werden, denn das Schulhaus habe wegen des hohen Ausländeranteils einen schlechten Ruf, sorgten sich die Eltern von betroffenen Kindern 2012 an einem Informationsabend. Tschudi betont, dass es in Embrach schon immer so gewesen sei, dass ­Kinder aus dem mittleren Dorfteil ins Ebnet eingeteilt wurden. Auch dass Kinder die erste bis dritte Klasse im Dorf bestreiten und dann ins Ebnet umgeteilt würden, habe es schon immer gegeben. Einige Rekurse gegen die Entscheide habe es zwar gegeben. Allerdings seien diese alle vom Bezirksrat abgewiesen worden. 108 Quims-Schulen im Kanton Die vom Kanton zugesprochenen Fördergelder werden im Ebnet nun entsprechend der Quims-Zielsetzung für Projekte zur Sprachförderung eingesetzt. Was sich im Schulalltag konkret ändern wird, konnte Tschudi noch nicht sagen. «Eine Arbeitsgruppe hat aber bereits ihre Arbeit aufgenommen.» Im Kanton Zürich sind zurzeit 108 Schulen im Quims-Programm. Neue Schulen werden alle zwei Jahre ins Programm aufgenommen – das nächste Mal zu Beginn des kommenden Schuljahres. Neben dem Ebnet werden sieben weitere Schulen das Quims-Label erhalten.

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