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Effizienz als Schlüssel

winterthur. Die Red Ants steigen gegen Piranha Chur als klare Aussenseiter in die Playoff-Halbfinals. Um die Bündnerinnen nervös zu machen, braucht es am Wochenende einen Sieg.

Piranha Chur kann es sich leisten, Nationalspielerinnen wie Fabienne Walther (letztes Jahr Top­sko­rerin der Liga) in der dritten Linie laufen zu lassen, während bei den Red Ants dort nur noch Nachwuchskräfte zu finden sind. Und wo die Bündnerinnen auch beim Einsatz von drei Blöcken noch Alternativen auf der Bank sitzen haben, sind diese Plätze bei den Red Ants leer.

In einem einzelnen Spiel haben die Red Ants ihre Chance, in einer Serie wird es mangels Kaderbreite hart – so lautete der allgemeine Tenor vor dem Cupfinal und den Playoffs. Nachdem Piranha schon den Cupfinal 6:2 gewann, scheint die Lage für die Winterthurerinnen vor der Best-of-5-Serie im Halbfinal also aussichtslos.

Oder doch nicht? «Alle drei Meisterschaftspartien waren eng. Und im Cupfinal hatten wir Piranha 40 Minuten lang im Griff», macht Karin Stettler sich und ihrem Team Hoffnung. Sie sagt aber auch: «Wir machten in Bern zu wenig aus unseren Chancen und waren im letzten Drittel am Anschlag.» Der Schlüssel zum Erfolg wird für die Red Ants also heissen, gnadenlose Effizienz im Abschluss zu zeigen – und eine dritte Formation aufs Feld zu schicken, welche die Stammkräfte zumindest teilweise etwas entlasten kann.

Verteidigerin Karin Stettler, die eine sehr solide Saison zeigte und kürzlich ihren Vertrag verlängert hat, glaubt an die Chance auf den Finaleinzug. «Wir müssen in der Verteidigung aber noch härter arbeiten als bisher», sagt die 24-Jährige. Sechs Gegentore wie in Bern sind eindeutig zu viel. «Und wir müssen zumindest am Samstag in Chur gelegentlich eine dritte Linie aufs Feld schicken, damit die Kraft auch am Sonntag noch reicht.» Piranha zeigte sich zu Beginn des Cupfinals noch sehr nervös, strotzt nun aber vor Selbstvertrauen. Um dieses zu erschüttern, müssen die Red Ants zumindest eine der beiden Partien am Wochenende gewinnen.

Kein Umzug in Eulachhalle

Das Heimspiel vom Sonntag tragen die Red Ants um 16.00 Uhr in Oberseen aus – zwei Stunden, bevor Rychenberg in der Eulachhalle Alligator Malans empfängt. Einen gemeinsamen Event in der grossen Halle wird es also nicht geben. «Nach dem überraschenden Halbfinaleinzug des HCR reichte die Zeit nicht, mit unseren beschränkten ehrenamtlichen Mitteln etwas Grosses auf die Beine zu stellen», sagt Red-Ants-Geschäftsführerin Annetta Steiner dazu. «Der Vorstand musste sich innert drei Tagen entscheiden», erklärt Steiner, «und der Umzug in die teurere Halle lohnt sich nur ab einem gewissen Zuschaueraufmarsch. Um diesen zu erreichen, hätten wir Kapazitäten in die Werbung investieren müssen, die leider nicht vorhanden sind.»

Die Red Ants wollten nicht früher spielen, Rychenberg nicht später – wer beide Playoff-Partien sehen will, hat somit nur eine Viertelstunde Zeit, um quer durch die Stadt die Halle zu wechseln. Auch von den Fans wird also hohe Effizienz verlangt. (dk)

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