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Effretikons Doppelschlag

Winterthur. In der Gruppe 1 der zweiten Liga Regional zittert Phönix Seen nach dem mit zwei Platzverweisen garnierten 1:3 zu Hause gegen Effretikon um den Ligaerhalt.

Der FC Effretikon erwischte auf dem Steinacker den besseren Start in die Partie und Phönix hatte Glück, nicht bereits in der ersten Viertelstunde in Rückstand zu geraten. «Wir wussten, dass es schwierig wird. Wir haben Effretikon ganz klar unterschätzt und zu wenig leidenschaftlich agiert», resümierte Phönix-Trainer Abramo D’Aversa. Die Effretiker präsentierten sich aggressiver, während Seen erst nach 20 Minuten besser ins Spiel kam und allmählich das Zepter übernahm. In der 34. Minute ging das Heimteam durch Murat Yildiz in Führung und hatte in der Folge sogar noch weitere Chancen, die von der Phönix-Offensive allerdings ungenutzt blieben. Dies sollte sich in der zweiten Hälfte rächen.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste nämlich erneut besser ins Spiel, während Phönix oft einen Schritt zu spät kam. Dieses Mal liessen die Effretiker ihre starke Phase aber nicht ungenutzt, sondern erzielten nach 50 Minuten durch Philip Laue den Ausgleich. Die Rote Karte gegen Phönix-Keeper Kreshnik Zmajlaj nach einer guten Stunde war ein weiterer Dämpfer für die Gastgeber, vor allem, weil Jahja Zulfikari nur wenige Minuten später die Führung für Effretikon/Markierte.

Phönix erholte sich von diesem Doppelschlag nicht mehr. Die Gastgeber richteten sich zwar offensiver aus, waren aber nicht mehr in der Lage, zu reagieren. Effretikon spielte clever, stand in der Defensive kompakt, verwaltete den Vorsprung und sorgte mit dem 3:1 durch Kjazim Asani in der 86. Minute für die Entscheidung. Kurz dar­auf wurde mit Francesco Cirillo ein weiterer Phönix-Akteur frühzeitig unter die Dusche geschickt.

«Ich bin sehr enttäuscht von diesem Rückschlag, nachdem wir in den vergangenen Wochen so stark gespielt haben. Effretikon lebt, das hat man heute gesehen, ein Kompliment an das Team», zeigte sich D’Aversa nach der Partie beeindruckt von der Leistung des Gegners. «Es hat grosse Freude gemacht und ich bin sehr stolz auf die Mannschaft», zeigte sich Effretikon-Trainer Marcel Erismann begeistert über die Leistung seiner Mannschaft und fügte angriffslustig an: «Abgerechnet wird zum Schluss.»

Phönix Seen: Zmajlaj; Cirillo, Tavares, Rakic, Auer; Dauti, Aydin, Gaetano (72. Umut Yildiz), Cecchini; Mare (64. Gehrig), Murat Yildiz.

Effretikon: Kläy; Aregger, Laue, Fahrni, Panzer; Aouak, Zulfikari, Spiegel (76. Asani), Danko; Gaouaoua (90. Jurkovic), Beerle.

Nächste Niederlage für Oberi

Im Auswärtsspiel in Rüti musste der FC Oberwinterthur mit 1:3 die vierte Niederlage in Serie einstecken. Die Umstände dieser Partie waren für die Gäste allerdings enorm schwierig. Aufgrund der vielen Verletzungen und Absenzen reisten die Oberwinterthurer mit einem kleinen Aufgebot, gespickt mit Jugendspielern, nach Hinwil. Oberwinterthur begann gut, musste aber nach einer Viertelstunde bereits den ersten Gegentreffer hinnehmen. Die Gäste liessen sich davon aber nicht beeindrucken, blieben ihrer Linie treu und konnten in der 40. Minute durch Giuseppe Logiurato den Ausgleich erzielen.

Nach dem Seitenwechsel konnte Oberwinterthur den Schwung des Ausgleichstreffers allerdings nicht mitnehmen und musste bereits kurz nach Wiederanpfiff zwei Rückschläge hinnehmen. Zunächst wurde Aleksandar Milic des Feldes verwiesen, kurz dar­auf erzielte Rüti nach einem Corner das 2:1. Wie schon in der ersten Halbzeit liessen die Oberwinterthurer die Köpfe aber nicht hängen, blieben trotz Unterzahl im Spiel und konnten die Gastgeber sogar unter Druck setzen. Rüti zog sich überraschenderweise weit in die eigene Hälfte zurück und hatte in den Schlussminuten Glück, nicht den Ausgleich zu kassieren. Oberwinterthur setzte in der 82. Minute einen Kopfball an den Innenpfosten und hatte in der 90. Minute eine weitere gute Möglichkeit. In der dritten Minute der Nachspielzeit machten die Gastgeber mit dem 3:1 dann aber alles klar. «Die Mannschaft hat tapfer gekämpft und die jungen Spieler haben einen guten Job gemacht», zeigte sich Co-Trainer Ertugrul Batir trotz der Niederlage optimistisch für die kommenden Aufgaben Oberwinterthurs.

Oberwinterthur: Arlotta; Rexhaj, Jusufi, Dogru, d’Agostini; Milic, Tahiri, Brovelli; Özalp (75. Ahrun), Logiurato; Oliveira (70. Geithner).

Töss verliert in Dübendorf

Der FC Töss konnte im Auswärtsspiel beim zweitplatzierten FC Dübendorf trotz ansprechender Leistung keine Punkte entführen. Die Gäste zeigten taktisch eine gute Vorstellung, standen in der Defensive gut und stellten den Gastgeber so vor grössere Probleme. Allerdings war Töss nicht imstande, die wenigen guten Möglichkeiten in ein Tor umzumünzen. Dübendorf hingegen hatte das Glück auf seiner Seite. Obwohl die Hausherren eine bescheidene Partie ablieferten, konnten sie nach einer Stunde 1:0 in Führung gehen und den knappen Sieg letztlich unter Dach und Fach bringen. «Wir haben viel Aufwand betrieben und wurden dafür nicht belohnt. Das ist bitter», zeigte sich Töss-Trainer René Baumeler nach dem Spiel enttäuscht. Tatsächlich präsentierten sich die Tössemer über die gesamte Spieldauer hinweg mindestens auf Augenhöhe mit Dübendorf und hatten das Spiel gut im Griff. «Dübendorf macht das Tor aus dem Nichts und wir erzielen trotz guter Partie keinen Treffer. Deshalb stehen sie dort oben und wir so weit unten», brachte Baumeler das Problem auf den Punkt. Neben dem Quäntchen Glück, das fehlte, sorgte auch der Unparteiische für schwierige Verhältnisse, allerdings für beide Mannschaften. Anstatt eine faire Partie einfach zu leiten, stellte sich der Schiedsrichter immer wieder in den Mittelpunkt und sorgte so für Unruhe.

Töss: Popp; van Duijvenbode (81. Grob), Baumeler, Ivanovic, Surlici; Murina, Stefanovic, Sutter, Sutilovic (63. Gumpoltsberger); Dragan Denic, Ljumani (55. Mutlu).

Verfolgerduell an Wetzikon

Der FC Bassersdorf, vor dieser Runde auf Rang 3 klassiert, verlor in Wetzikon 1:2 und fiel hinter die jetzt punktgleichen Zürcher Oberländer zurück, die einen starken Gegner abgaben. Bas­sersdorf führte spielerisch die feinere Klinge, aber die Oberländer kamen in der ersten Halbzeit mit ihrem gradlinigen und direkten System Richtung gegnerisches Tor zu vier Torchancen, von denen sie zwei verwerteten. «Wir waren in unserer Defensive anfällig auf ihre vertikalen Pässe, weil sie das gut gemacht haben und ich wegen mehrerer Abwesenheiten hinten umstellen musste», sagte nach der Partie Bassersdorfs Trainer Anastasio Nardiello.

Der Coach musste mit Markus Zihlmann, Julien Barbey (beide gesperrt), Luigi De Donno, Christian Kluser (beide Kurs), Gino Zambelli (verletzt) und Simon Copat (Ausbildung) gleich auf sechs Leistungsträger verzichten, wovon vier sonst in der Verteidigung spielen. Trotz personeller Absenzen und starkem Gegner versuchte Bassersdorf wie gewohnt, der Partie den Stempel aufzudrücken. Das gelang. Die Unterländer agierten in der Mittelzone gut, aber vorne fehlte der perfekte finale Pass. In der ersten Halbzeit hatten Stefan Keller und Christian Seidel je eine mittelmässige Möglichkeit für ein Bas­sersdorfer Tor, nach der Pause Marc Tinner. Der 2:1-Anschlusstreffer durch Keller in der 63. Minute fiel nach einem Corner von Marco Tanner. (oa/mw)

Bassersdorf: Stähli; Kleinheinz, Keller, Meier, Maurhofer; Tinner, Tanner, Severino Zambelli (67. Domi), Schweizer; Serrano; Seidel.

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