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EHCW schlägt auch Dübendorf

Nach seinem 2:1-Erfolg gegen den ersten Verfolger Dübendorf führt ­ der EHC Winterthur in der Erst­liga-Ost­gruppe bereits mit sieben Punkten Vorsprung.

Vor 770 Zuschauern in der Dü­ben­dorfer Eishalle Im Chreis fiel ­ die Entscheidung zugunsten des EHCW in der 46. Minute: Luca Homberger wartete geschickt, bis Joel Steinauer in Stellung gelaufen war, und der Klotener Elite-Junior bezwang Dübendorfs starken Goalie Remo Trüb aus einer guten Position sicher. Dass die Winterthurer es waren, die zu die­sem Zeitpunkt in Führung gingen, war nichts als folgerichtig: Denn sie hatten das Heft im Schluss­drittel wieder energisch ­ in die Hand genommen und strebten die Führung energischer an als die Gastgeber. Nach Steinauers 2:1 suchte der EHCW zwar noch einige Minuten lang die endgültige Entscheidung und kam dieser in einigen viel­versprechenden Si­tua­tio­nen auch nahe. Am Ende musste er dann aber doch auch noch eine Druckphase Dübendorfs überstehen, ehe der knappe Erfolg feststand. Zur Schlüsselfigur wurde dabei Torhüter Remo Oehninger, der zwei-, dreimal in höchster Not noch klärte, einmal auch mit Glück, als er einen Schuss Marc Wüsts an die Latte lenkte. «Wir zogen uns etwas zu früh zurück», analysierte EHCW-Trainer Markus Studer die Schlussphase. «Aber es tut uns gut, dass wir für einen Sieg auch einmal Dreck fres­sen müssen. Besonders, wenn es sich am Ende auszahlt.» Mehr Biss und mehr Zug Über 60 Minuten gesehen war ­ der EHCW der richtige Sieger. Das Team von Markus Studer dominierte schon das erste Drittel, war selbst im schwächeren zweiten Abschnitt nicht schlechter als der Gegner und hatte in dem Moment, als es um die Entscheidung ging, mehr Biss. Das erstaunte insofern, als die Glattaler die letzte Begegnung der beiden Teams kurz vor Weihnachten noch mit 5:1 für sich entschieden und dabei einen sehr starken Eindruck hinterlassen hat­ten. «Damals gaben wir ihnen mit unseren Fehlern die Möglichkeit zu einem Doppelschlag», ­erklärte Studer den Unterschied. «Diesmal traten wir ziemlich kons­tant auf und trafen die bes­seren Entscheidungen.» Der EHCW war schon bei seinem ersten Auftritt in Dübendorf in der Qualifikation die eher überlegene Mannschaft gewesen, ­hatte damals aber 1:2 verloren. Im Gegen­satz zu jenem Spiel entwickelten die Winterthurer dies­mal bedeutend mehr Zug zum Tor, wie sie es schon in den vorangegangenen Partien der Masterround ­getan hatten. Trüb bekam schon im ersten Drittel mehr zu tun als Oehninger. Dennoch dauerte es bis zur 19. Minute, ehe der EHCW in Führung ging. Die Düben­dor­fer Abwehr «vergass» Fabian Ziegler vor ihrem Tor. Der wurde von Fabian Hur­ter bedient und be­zwang Trüb ein erstes Mal. Fehler dieser Art unterliefen dem EHCW nur ganz wenige, und wenn, dann wussten die Dübendorfer sie nicht zu nutzen. Weniger gut als das erste gelang dem EHCW das zweite Drittel. Er war etwas weniger kompakt als vorher (und nachher). Die Scheibe klebte zu lange an den Stöcken, und dementsprechend taten sich die Winterthurer schwer mit der Überbrückung der Mittel­zone. Nur der Block um Center Luca Hom­berger konnte vereinzelt Druck aus­üben. Das gelang zwar auch Dübendorf nicht oft. Aber das Heimteam wurde gefährlicher und glich in der 36. Minute durch Roger Capaul zum 1:1 aus. Vom 1:1 unbeeindruckt «Wir wollten das Spiel in dieser Phase etwas zu sehr kontrollieren», kommentierte Trainer Studer. «Aber wir wussten auch: So kann es nicht weitergehen.» Im Dezember hatten sich die Winterthurer von den Toren Dübendorfs noch beeindrucken lassen. Das war diesmal nicht mehr der Fall. Sie zeigten noch im zweiten Drittel eine gute Reaktion auf den Aus­gleich und verstanden es schliess­lich, eine gute Leistung auch mit einem Erfolg zu krönen. Der fünfte Sieg des EHCW im fünften Spiel der Master­round war bedeutend. Es war der erste ­ in dieser Saison gegen Düben­dorf, womit die Winterthurer auch den resultatmässigen Nachweis dafür lieferten, dass sie sich vor keinem Gegner zu fürchten brauchen. Zudem bauten sie den Vorsprung auf die zweitplatzierten Düben­dor­fer auf sieben Punkte aus. Die Möglichkeit, von Rang 1 aus in die Playoffs zu gehen, ist nun ziemlich gross. Diese Posi­tion in den verbleibenden fünf Run­-den zu wahren, wäre wichtig. Denn die Abstände in der Ta­belle sind grös­ser als die leistungs­mäs­si­gen Unter­schiede zwischen den ­Teams. Ein Heimspiel mehr könnte im Zweifelsfall hilfreich sein. Deshalb muss der EHCW die gezeig­ten Leistungen be­stä­tigen. Zunächst am kommenden Samstag, wenn der Gegner in der Deutweg­halle erneut Düben­dorf heisst. Urs Kindhauser

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