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Ehrenplätze am Heimschwinget

rikon. Fabian Kindlimann reicht im Schlussgang des Eschenberg-Schwingets gegen Samir Leuppi ein Remis zur Titelverteidigung. Leuppi und Lukas Nigg, beide vom organisierenden Schwingklub Winterthur, belegen die Plätze 2 und 3.

Der Bergkranzer Fabian Kindlimann (Wald) startete mit einem schnellen Erfolg über den Winterthurer Lukas Nigg. Nicht den Hauch einer Chance hatten auch Josias Wittwer (Winterthur) und der Ossinger Beda Arztmann. Danach legte Kindlimann Samir Leuppi (Winterthur) ins Sägemehl. «Ich war überrascht, dass ich Leuppi mit meinem Spezialschwung, dem Kopfzug, besiegen konnte», sagte Kindlimann, der sich kurzfristig für einen Start entschieden hatte. Im Gefecht um den Einzug in den Endkampf bodigte der Landwirt, der im Frühjahr die Handelsschule an der Landwirtschaftlichen Schule Strickhof abgeschlossen hatte und nicht wie gewohnt trainieren konnte, Roman Nägeli (Schönenberg).

In einem ereignislosen «Final» konnte sich Kindlimann gegen Leuppi einen Gestellten leisten und triumphierte nach 2012 zum zweiten Mal am Eschenberg-Schwinget. Auch konnte sich der 22-Jährige zum fünften Mal an einem Regionalschwingfest als Sieger feiern lassen. Leuppi war nicht in der Lage, den 23-fachen Kranzgewinner in Bedrängnis zu bringen. «Gegen Ende des Schlussgangs riskierte ich gar nichts mehr», meinte Kindlimann, der derzeit als Akkordschaler arbeitet und in den letzten Monaten zwölf Kilo abgenommen hat. «Die Arbeit auf dem Bau ist ein sehr gutes Kraft- und Konditionstraining.»

Samir Leuppi vom Schwingklub Winterthur räumte seine drei ersten Gegner, dar­un­ter den Turbenthaler Felix Stahel, problemlos aus dem Weg. Nach der Verlustpartie gegen Kindlimann kam er im fünften Durchgang zu einer Maximalnote. Trotz der Niederlage im Schlussgang erreichte er mit 57,50 Punkten den Ehrenplatz. «Mit meiner Leistung bin ich nicht ganz zufrieden – ich kam mit dem Ziel nach Rikon, das Fest zu gewinnen», sagte Leuppi.

Leuppis Kranz in Cazis

Tags darauf, am Bündner-Glarner Schwingfest in Cazis, gewann Samir Leuppi den vierten Kranz der Saison. «Zuerst wollte ich gar nicht starten – im Schlussgang des Eschenberg-Schwingets hat es mir im Nacken einen Nerv eingeklemmt – nun hat es sich aber doch noch gelohnt.» Leuppi platzierte sich mit 56,75 im Rang 8f. Kindlimann wiederum holte sich nach dem Schaffhauser Kranz den zweiten Kopfschmuck der Saison.

Nigg trotz Erkältung

Lukas Nigg verlor in Rikon zum Auftakt gegen Kindlimann. «Gegen ihn war ich chancenlos», sagte Nigg. Nach drei Siegen in Folge musste er mit dem Turbenthaler Felix Stahel die Punkte teilen – mehrmals konnte er ihn in heikle Si­tua­tio­nen bringen. Im Kampf um einen Podestplatz gelang Nigg ein Sieg gegen den Kranzschwinger Marc Zbinden. Dank 57,25 Punkten kam er auf Platz 3. «Ich ging mit einer Erkältung an den Start und so konnte ich nicht die gewünschte Leistung abrufen», sagte Nigg.

Viermal ging Beda Arztmann als Sieger vom Platz. Gegen Kindlimann und im Kampf um den Einzug in den «Final» gegen Stefan Bickel (Hochfelden) zog der 18-Jährige den Kürzeren. Im entscheidenden Umgang um die zweite Auszeichnung der Karriere gab er An- dreas Wicki (Steinmaur) das Nachsehen. Letztlich hatte der Turnerschwinger 57,00 Punkte und platzierte sich im Rang 4b. «Mein Ziel, die Auszeichnung, habe ich erreicht», meinte Arztmann.

Josias Wittwer, der an der ETH Zürich Bauingenieur studiert und beim Schwingklub Winterthur trainiert, gewann vier Gefechte. Im Kampf um den Ehrenplatz musste der 19-jährige Kranzschwinger Stefan Bickel einen Gestellten zugestehen. «Da riskierte ich zu wenig», sagte Wittwer, der sich die Auszeichnung im Rang 5a ergatterte.

Der 20-jährige Simon Breitenmoser, der in Embrach als Landwirt arbeitet, holte die Auszeichnung. «Mit meiner Leistung bin ich zufrieden», sagte er. Felix Stahel, Schwingklub Zürcher Oberland, verpasste mit drei Siegen, zwei Unentschieden und der Niederlage gegen Leuppi die Auszeichnung nur um einen Viertelpunkt. Der Kollbrunner Stefan Schoch unterlag im entscheidenden Gang um die Auszeichnung David Dumelin (Hüttlingen). Gleich erging es dem Winterthurer Michael Dolder, der den letzten Gang verlor. (tre)

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