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«Ehrenrunde» verzögert den Baubeginn am Geerenhang

Weil sich das Bewilligungsverfahren in die Länge zog, verzögert sich der Baustart der Siedlung am Rumliker Geerenhang um rund ein Jahr.

Schon vor einem halben Jahr hätten am Rumliker Geerenhang eigentlich Bagger auf­fahren sollen. Die Winterthurer Bauunternehmung Mabag hat im Russiker Weiler 21 Reihen- und Doppeleinfamilienhäuser mit 5½ oder 6½ Zimmern geplant. Doch das Grossprojekt ver­zögert sich. «Für das kantonale Bewilligungsverfahren mussten wir eine Ehrenrunde einlegen», sagt Walter Tobler, Mitglied der Mabag-Geschäftsleitung. Grund dafür ist der besondere Gestaltungsplan, den die Gemeinde­versammlung im Herbst 2011 ­angenommen hatte: Einerseits schliesst die Bauzone am Waldrand an, und andererseits fliesst der Bergbach durch das Bau­gebiet. «Was die Querung des Bergbachs und die Siedlungsentwässerung angeht, müssen wir spezielle Auflagen erfüllen», sagt Tobler. Deshalb dauerte das ­Bewilligungsverfahren rund 14 Monate – 11 Monate länger als üblich. Schulplanung nicht betroffen Die Verzögerung bereite der ­Mabag aber keine Probleme: «Die Baubewilligung liegt jetzt endlich vor, und wir machen uns an die Ausführungsplanung.» Diesen Herbst werde auf dem Grundstück ein Einfamilienhaus, das schon länger leer steht, zurückgebaut und Anfang des nächsten Jahrs die Baugrube ausgehoben. «Es wird bald vorwärtsgehen, das Grundstück ist bereit.» Laufe alles nach Plan, seien die Wohnungen Ende 2016 bezugsbereit. Ursprünglich war dies Mitte 2015 geplant. Die Einfamilienhäuser werden gemäss Tobler zwischen 850 000 und 1,1 Millionen Franken kosten – der Vorverkauf starte diesen Herbst. Dass der Russiker 380-Seelen-Weiler Rumlikon erst mit ein­einhalb Jahren Verzögerung um voraussichtlich 70 Einwohner wachsen wird, bereitet dem Schulvorstand Heinz Burgener kein Kopfzerbrechen: «Ich berücksichtigte die Siedlung für die Planung des nächsten Schuljahrs ohnehin nicht.» Die Erfahrung zeige, dass meist nicht so viele Kinder kämen wie erwartet. «Ausserdem haben wir zumindest kurzfristig genügend Kapazitäten, mittel- und längerfristig benötigen wir aber zusätzlichen Schulraum.»

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