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«Ein Akt der Vernunft»

Als Vertreterin des Initiativkomitees gelang Vera Weber der angestrebte Kompromiss. Im Zentrum sei der Respekt vor dem Volkswillen gestanden.

Wer hat eigentlich wen kontaktiert zum Aushandeln des Kompromisses? Vera Weber: Das war gegenseitig, der Kontakt entstand gewissermassen natürlich. Ich weiss gar nicht mehr, wie es genau dazu kam. Adrian Amstutz und ich waren aber schon vor zwei Wochen im Gespräch. Darin zeichnete sich die Möglichkeit ab, und am Montagabend wurde der Kompromiss dann Wirklichkeit. Was gab den Ausschlag? Beide wollten den Volkswillen respektiert sehen. Diese Übereinkunft war eine Frage der Vernunft. Bei der SVP besteht der Verdacht, dass man zudem ein eigenes politisches Süppchen kocht im Hinblick auf die Umsetzung eigener Initiativen. Wie sehen Sie das? Das stand für mich gar nicht zur Debatte. Für mich hatte der Respekt vor dem Volkswillen Priorität. Bestehende Wohnungen dürfen weiterhin zu Zweitwohnungen umgenutzt werden. Ist der Kompromiss nicht faul? Der Artikel zu den altrechtlichen Wohnungen ist schlimm. Aber er ist verbesserbar. Vielleicht lässt sich das ja im Ständerat machen. Dazu ist die Umnutzung kontrollierbar, und es ist noch keineswegs sicher, dass es zu Missbräuchen kommt. Wir werden aber genau hinschauen, wie diese Problematik in der Praxis angepackt wird. Wie sieht es mit der Dringlichkeit aus, dank der das Gesetz sofort, also noch vor Ablauf der Referendumsfrist, in Kraft träte? Diese Forderung ist vom Tisch. FDP und SVP haben sich zum Verzicht auf diese Massnahme bereit erklärt, und auch die CVP ist dagegen. Sie haben im Namen der Initianten das Papier unterzeichnet und damit Ihre Referendumsdrohung zurückgezogen. Aber es gibt ja auch noch andere, die es anstreben könnten. Wenn der Kompromiss hält, ist es im Interesse aller, dass man darauf verzichtet. Ich halte ein Referendum für unwahrscheinlich.

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