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«Ein Arbeitslager wäre nicht gratis»

Umstrittene Skos

Diverse Artikel und Leserbriefe

Derzeit wird die Sozialhilfe infrage gestellt. Zu grosszügig und deshalb zu teuer, ist die Meinung der Kritiker. Al Imfeld, ein linker Pastor und Philosoph, bezeichnet 10 bis 15 Prozent der Arbeitslosen als arbeitsscheu. Und um diese geht es wohl jenen, die hier Remedur schaffen wollen. Zuerst einmal will man diese Leute zur Arbeit anhalten. Doch welcher Arbeitgeber hat Lust, jemanden zu beschäftigen, der keine Lust auf Arbeit hat? Was tut einer, der keine staatliche Unterstützung mehr erhält? Er wird sich irgendwie über Wasser halten müssen.

Etwa durch Betteln und Hausieren, durch kleine Diebstähle und Betrügereien, durch Entreissdiebstähle oder auch einen Raubmord wird er seinen Lebensunterhalt bestreiten. Die «Karriere» solcher Randständiger wird sich zwischen Gefängnis, psychiatrischer Anstalt und amtsvormundschaftlicher Massnahmen bewegen. Was kostet das? Sicher mehr als eine bescheidene Rente! Bleibt noch das Arbeitslager. Wollen wir das? Auch dieses ist nicht gratis zu haben. Es braucht Personal, Unterkünfte, Verpflegung, Medizin.

Wenn die Kritiker der Skos keine besseren Lösungen zu bieten haben, so ist es wohl besser, Arbeitsscheue gesellschaftlich mitzutragen und diese Kosten unter dem Titel «Sicherheit für alle» abzubuchen. Notabene ohne Steuererhöhung finanziert, sondern durch die Aufhebung des Bankgeheimnisses.

Peter Bachmann, Winterthur

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