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Ein Autowerbefilm ohne Auto

Der Winterthurer Regisseur Ivan Engler hat am Auto-Salon in Genf den «Best Stand Award» gewonnen – mit futuristischen Bildern einer Grossstadt.

Der Salon in Genf ist nicht nur eine Schönheitskonkurrenz der neusten Automobile. Jedes Jahr kürt eine Jury auch den besten Messestand unter den 250 Ausstellern. Gewonnen hat diesen «Creativity Award» dieses Jahr die Autofirma Opel mit einem Auftritt, den die Zürcher Agentur von Xavier Bellprat zusammen mit dem Winterthurer Regisseur Ivan Engler entworfen und realisiert hat. Engler ist mit seinem Science-Fiction-Kinofilm «Cargo» 2009 bekannt geworden. «Wir wollten etwas anderes zeigen als die üblichen Autowerbefilme», sagt er. «Damit haben wir offenbar den Nerv getroffen.» Etwas anderes, das heisst am Genfer Salon: keine Autos. Während an anderen Ständen Werbefilme mit glänzenden Fahrzeugen in der freien Natur zu sehen waren, zeigte Engler futuristische Bilder einer Grossstadt auf einer 36 Meter breiten und 6 Meter hohen LED-Projektionswand. Eine Besonderheit des Auftritts: Die Besucherinnen und Besucher waren Teil des Films. Sie konnten am Opel-Stand Porträtbilder aufnehmen, die danach im Netzwerk der pulsierenden Stadt eingeblendet wurden. Das Auto war nicht bildhaft, sondern ganz real in den Auftritt eingebaut: Es war senkrecht mitten auf der Videowand an die Wand geschraubt und drehte sich dort um die eigene Achse. Sein visuelles Konzept habe sich bei der Ausschreibung im Vorfeld gegen die Konzepte von mehreren anderen internationalen Agenturen durchgesetzt, sagt Engler. Erwähnenswert ist auch, dass der 43-Jährige bei seinem letzten Auftritt am Auto-Salon ebenfalls für Opel im Jahr 2007 den Award bereits einmal gewonnen hatte. Einen Kinofilm in Vorbereitung «Der Preis ehrt sowohl die Agentur wie auch mich und mein Team», sagt Engler. Allzu viel Bedeutung mag er der Sache aber nicht beimessen. Sein Herzblut investiert er in ein anderes Projekt, das er seit Jahren vorantreibt: in einen neuen Kinofilm. Der Zwischenstand dort: Das Drehbuch sei seit einem Jahr fertig, die Verhandlungen mit den Produzenten in Deutschland und den USA liefen gut, sagt Engler. «Mehr kann ich im Moment noch nicht verraten.»

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