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Ein Bekenntnis zur Nationalliga A

Aadorf. Der Vereinsvorstand hat entschieden, dass die Volleyballerinnen des VBC Aadorf, die NLB-Meisterinnen, um den NLA-Aufstieg spielen dürfen.

Es ist Zeit. Zeit für den Aufstieg in die Nationalliga A. Dort spielten die Frauen des Volleyballclubs Aadorf schon von 2003 bis 2005. Seither wurde die Teilnahme in der höchsten Liga aber mehrere Male verworfen. Zuletzt entschied der Vereinsvorstand vor einem Jahr, das Team nicht für die Auf-/Abstiegsrunde anzumelden. Aus finanziellen Gründen und weil die Spielstätte in Guntershausen nicht NLA-konform ist. Doch inzwischen gibts grünes Licht: Die Volleyballerinnen dürfen um einen Platz ganz oben spielen.

«Es ist Zeit für die Leute, Zeit für die Zuschauer und auch Zeit für uns», sagt Roberto Lombardi. Von den Spielerinnen, weiss der Teammanager, würden die allermeisten auch in der Nationalliga A für Aadorf spielen. Ein möglicher Partner oder potenzieller Sponsor hat am Freitag für eine Zusammenarbeit in den nächsten Jahren zugesagt. «Das war für uns sehr wichtig», erklärt Lombardi. Und Swiss Volley hat eine einjährige Ausnahmebewilligung für die Turnhalle Guntershausen in Aussicht gestellt – bis die neue Sporthalle im Löhracker in Aadorf bespielt werden kann.

Nicht immer souverän

Der Aufstieg wäre die Krönung einer guten, aber nicht aussergewöhnlichen Saison. Am Samstag beendeten die Aadorferinnen die NLB-Finalrunde auf Platz 1. Er habe den Gedanken an den Meistertitel bereits vor dem Saisonstart im Hinterkopf gehabt, sagt Trainer Anto Josipovic: «Als wir das Kader zusammen hatten.» Es war mit Mittespielerin Livia Caluori, einer ehemaligen Nationalspielerin, verstärkt worden. Allerdings verloren die Aadorferinnen 6 ihrer 22 Meisterschaftsspiele. Letzte Saison hatte es nur zwei Pleiten abgesetzt.

«Wir waren nicht so souverän», gesteht Anto Josipovic. Und nennt die Gründe: Passeuse Mariia Tabunscic stieg erst verspätet in die Saison ein, immer wieder gab es Verletzungen und Absenzen. Auch das letzte Spiel der Finalrunde ging verloren. Dabei hatte Aadorf gegen Genf in Sätzen schon 2:0 geführt. «Vielleicht war es gar nicht so schlecht», sagt Josipovic, «dass die Spielerinnen merken, dass etwas fehlt, wenn sie nicht richtig spielen.» Schade sei es halt gewesen, dass es nicht mit dem Sieg klappte, weil anschliessend die Abschlussfeier angesetzt gewesen sei.

«Müssen den Schritt wagen»

Als am Samstag verkündet wurde, das Team werde die Auf-/Abstiegsrunde bestreiten, gab es «einen Riesenapplaus in der Halle», erinnert sich Lombardi. «Wir müssen jetzt einfach diesen Schritt wagen», sagt der Teammanager. Doch den Platz in der höchsten Liga müssen sich die Aadorferinnen erst noch erspielen. In einer Auf-/Abstiegsrunde mit den NLA-Teams Aesch Pfeffingen und Toggenburg sowie NLB-Konkurrent Glaronia. Diese Teams spielen ab 5. April in sechs Runden um zwei Plätze in der Nationalliga A.

Gelingen da die nötigen Siege? Sein Team sei nicht in der Favoritenrolle, sagt Trainer Anto Josipovic. Das empfindet er aber als Vorteil. «Ich erhoffe mir, dass sich die Spielerinnen so weniger Druck machen und lockerer spielen.» Einen guten Teil der Equipe sieht er bereits jetzt fähig für die Nationalliga: das Zuspiel, die Mitteposition, den Aussenangriff («wobei wir dort noch eine zusätzliche Spielerin haben müssten»). Roberto Lombardi ist zuversichtlich, dass der Aufstieg gelingt: «Ich glaube, das Team ist bereit.»

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