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Ein bisschen Voltaire für Winterthurs Gärten

gartenstadt?Winterthur sucht mittels zweier Wettbewerbe schöne Blumenanlagen und Naturgärten und möchte so auch den Umgang mit der Natur fördern.

«Il faut cultiver notre jardin» – «Man muss seinen Garten bestellen», schrieb Voltaire einst im 18. Jahrhundert, nahm sich ein Beispiel an sich selbst, kaufte im französischen Grenzgebiet nahe Genf die Landgüter Ferney und Tourney und pflegte die Pflanzen und Wiesen.

Einiges hat sich seither geändert. Doch Gärten, die es zu pflegen gilt, gibt es immer noch – auch in Winterthur. Diejenigen Bürger, welche dabei mit gutem Beispiel vorangehen, können sich für zwei städtische Wettbewerbe anmelden: den Blumen- sowie den Naturgartenwettbewerb. Bei erstem geht es um die schönsten Balkon- und Fensterbrüstungen, Vorgärten und Eingänge. Beim zweiten wiederum um besonders naturnahe Gärten, welche ohne chemische Hilfsmittel auskommen – zum Beispiel Blumenwiesen oder Biotope. Am Blumenwettbewerb, welcher seit Jahrzehnten ausgetragen wird, nehmen regelmässig zwischen 60 und 80 Leute teil. Am Naturgarten-Wettbewerb, welchen es erst seit zwei Jahren gibt, präsentieren jeweils etwa 20 grüne Daumen ihre Gärten. Wer die Formalien erfüllt, hat schon gewonnen: 50 bis 100 Franken bekommen diejenigen, welche an den beiden Wettbewerben für ihre Gärten das Prädikat «wertvoll» erhalten. Die Gewinner werden dann per Los gezogen und erhalten als Geschenk einen zwei- tägigen Ausflug in der Schweiz. Doch es geht auch um mehr als nur um Preise: Für Alex Borer, Leiter «Friedhöfe und Gärtnerei» der Stadt, geht es darum, «die Natur zu fördern» und einen Kon- trapunkt gegen immer unnatürlichere Gärten zu setzen. Die Wettbewerbe leisten für ihn auch einen Beitrag zum «Stadtgrün» – immerhin werde Winterthur als Gartenstadt bezeichnet. Voltaire hätte Freude. Silvan Gisler

Anmelden für die beiden Wettbewerbe kann man sich bis zum 15. Juli auf der Seite www.gartenstadt.ch

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