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Ein Busdepot für 180 Fahrzeuge

Ein neues Buszentrum entsteht im Bassersdorfer Industriegebiet. Busse der Verkehrsbetriebe Glattal werden dort ein- und ausfahren. Das Projekt kostet 30 Millionen Franken.

Für den Zürcher Volkswirtschafts- direktor Ernst Stocker (SVP) war der gestrige Dienstag ein schöner Tag. Das lag jedoch nicht am Wetter oder zumindest nicht nur: «Dass die Privatwirtschaft und die öffentliche Hand etwas zusammen bauen, ist eine gute Sache», sagte er. Bis Ende 2014 soll im Bassersdorfer Industriegebiet Grindel ein neues Buszentrum entstehen. Gestern Morgen fand die Grundsteinlegung im Beisein von Bauherren, beteiligten Firmen und Behördenmitgliedern statt. In einem grossen Teil des Neubaus, der Platz für rund 180 Fahrzeuge bietet, werden sich die Verkehrsbetriebe Glattal (VBG) einmieten. Bauherrin ist jedoch eine Privatfirma: die Knecht Holding AG, zu der die Eurobus Welti Furrer AG gehört. Eurobus betreibt 23 der 48 Buslinien der VBG. Diese stellen im Auftrag des Zürcher Verkehrsverbundes den öffentlichen Nahverkehr im Glattal, Furttal und Raum Effretikon/Volketswil sicher. Die VBG bauen keine eigenen Busdepots. «Wir sind eine reine Managementfirma», sagte VBG-Direktor Matthias Keller. «Die Zusammenarbeit mit Partnern bezüglich Infrastruktur ist deshalb sehr wichtig.» Dass nun ein Privater der öffentlichen Hand ein Depot dieser Grösse stellt, ist laut Eurobus-Geschäftsleiter Patrick Nussbaumer ein Novum. Auf 30 Millionen Franken kommt das Bauprojekt zu stehen. Es umfasst auf einer Gesamtfläche von 12 000 Quadratmetern (rund eineinhalb Fussballfelder) eine Wartungshalle und ein vierstöckiges Bürogebäude mit Schulungsräumlichkeiten, Garderoben, Ruheraum und Verpflegungsmöglichkeiten. Die Busse werden auf zwei Stockwerken untergebracht. Auf dem Dach kann das Fahrpersonal zudem seine privaten Fahrzeuge parkieren. Zur In- frastruktur wird auch eine ökologische Waschanlage gehören. «Wir werden unsere Busse mit Regenwasser waschen», sagte Thomas Knecht, Verwaltungsratspräsident der Knecht-Gruppe. Teile des Neubaus wird Eurobus für ihre Reisebusse nutzen, auch ein Bushersteller wird einziehen. Platzmangel in Oerlikon Der Grund, weshalb sich die Eurobus-Gruppe nach einer neuen Logistikbasis umsah, ist der mangelnde Platz am heutigen Linienbusstandort in Oerlikon-Hagenholz. «Boden gibt es nicht viel, und wenn, dann ist er teuer», sagte Knecht. In Bassersdorf habe die Firma schliesslich ein passendes Grundstück gefunden. Und weil auch die VBG Bedarf an sogenannten Garagierplätzen hatten, entstand die Zusammenarbeit – nicht ohne vorher zäh verhandelt zu haben, wie Knecht sagte. Doris Meier, Gemeindepräsidentin von Bassersdorf, wundert sich nicht über den Neuzuzug, wie sie am Rande der gestrigen Veranstaltung sagte. «Das Glattal boomt, die Lage ist perfekt, die Verkehrswege sind optimal.» Das Baugenehmigungsverfahren hat rund acht Monate in Anspruch genommen. Einsprachen sind keine eingegangen. «Erst jetzt fragen sich die Leute, was hier wohl entsteht», sagte Meier. Denn die Baustelle ist mittlerweile nicht mehr zu übersehen, die Maschinen sind bereits aufgefahren.

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