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Ein Derby als Spitzenkampf

Mit Frauenfeld kommt heute der verlustpunktlose Leader der Erstliga-Ostgruppe in die Deutweghalle – ein Härtetest für Abwehr und Offensive des EHC Winterthur.

Der EHC Winterthur hat sich in der Woche nach der 0:3-Niederlage gegen die Pikes wieder in die Spur gebracht: Mit 20 geschossenen, aber auch sechs kassierten Toren gegen Herisau und Arosa erar­bei­te­te er sich Rang 3 in einer freilich noch wenig aussagekräftigen Tabelle, hinter dem überraschenden Seewen. Doch die Anforderungen an das Team von Markus Studer steigen. Denn heute gastiert mit Frauenfeld die einzige Mannschaft in Winterthur, die alle vier Spiele in der regulären Spielzeit für sich entscheiden konnte, wenn auch meist nur knapp und gegen lauter Mannschaften, die auch in anderen Partien nicht überzeugen konnten und das hintere Tabellendrittel bilden. Doch es wäre ein Fehler, die guten Leistungen der Thurgauer kleinzuschreiben. «Frauenfeld kommt nach vier Siegen sicher mit viel Selbstvertrauen nach Winterthur», warnt EHCW-Trainer Studer. Kommt hinzu: Die Thurgauer wurden in der letzten Saison eindeutig unter Wert geschlagen. Sie verpassten die Runde der ersten sechs unerwartet und unterlagen dann in einer intensiven Playoff-Viertelfinalserie dem EHCW in fünf Spielen 2:3. Auch in der Qualifikation waren die beiden Derbys nur knapp an die Winterthurer gegangen: Der EHCW siegte jeweils 4:3. Frauenfeld: Wenige Wechsel Für diese Saison haben sich Ralph Ott und seine Mannschaft das Erreichen der oberen Masterround zum Ziel gesetzt. Das ist gewiss nicht übertrieben. Von der letztjährigen Mannschaft, die praktisch über zwei Blöcke mit viel Erfahrung aus der Nationalliga B verfügte, haben mit Verteidiger Raphael Schoop und Center Dino Schlumpf nur zwei Teamstützen aufgehört. Hinzu kam mit Patrick Jäggi auch ein Spieler, der vom EHCW in den Thurgau wechselte. Wenn die Vorzeichen vor der heutigen Partie etwas anders sind als in der vergangenen Spielzeit, dann liegt das weniger daran, dass Frauenfeld diesmal als stolzer Tabellenführer kommt. Die Thurgauer dürften kaum viel anders auftreten als in früheren Jahren. Sie stützen sich auf routinierte Verteidiger und schnelle Konter mit Stürmern wie Philipp Bucher, die wissen, wo das Tor steht. Viel mehr als Frauenfeld sind es die Winterthurer, die zahlreiche neue Spieler haben und auch als Mannschaft andere Wege zu suchen scheinen: direktere in Richtung Tor nämlich. Gegen Frauenfeld nun wird die Nachhaltigkeit des Winterthurer Offensivdrangs geprüft: Denn die Thurgauer sind nicht zuletzt deshalb vorne, weil sie in den bisherigen vier Spielen nur sechs Tore kassiert haben. «Vorne müssen wir konsequent bleiben», ist für Studer deshalb klar. Ebenso wichtig aber sei, in der Mittelzone weniger Scheiben zu verlieren. Das habe schon gegen Seewen und Arosa Gegentore gekostet. «Wir können nicht jedes Mal drei Tore kassieren und trotzdem gewinnen.» Personell wird sich beim EHCW im Vergleich zum Match gegen Arosa nicht viel ändern: Bei den Verteidigern steht Junior Roman Wuffli nach einer schulisch bedingten Abwesenheit wieder zur Verfügung. Fraglich ist dagegen Marco Thaler aufgrund seiner militärischen Ausbildung. Ein letztes Mal pausieren muss der gesperrte Eric Geiser. Möglich ist, dass das Kader mit dem einen oder anderen Klotener Elite-Junior ergänzt wird.

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