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Ein Duo aus der Super League

Das Masters im Deutweg ist hierzulande weiterhin einziges Hallenturnier mit Spitzenklubs. Aus der Super League kommen morgen GC und Aarau, aus der Challenge League erscheint aus Vaduz die Nummer 1.

Die Grasshoppers und der FC Aarau begannen gestern im Freien die Vorbereitung des Frühjahrs. Der FC Wil hat seinen ersten Trainingstermin heute Morgen, Vaduz und der FC Biel starten gar erst am Montag. Der FCW aber erschien schon gestern in der Eishalle im Deutweg, das erste Training des Jahres war auch die Einstimmung aufs einzige Hallenturnier in der Schweiz. GC und der «Fall Hajrovic»:Die Grasshoppers sind nicht nur das einzige Topteam, das morgen auftritt. Sie sind auch regelmässiger Gast des Hallenmasters. Das hat sich auch unter Michael Skibbe nicht geändert. Der deutsche Trainer verzichtet – wie seine Kollegen auch – auf Spieler, die wegen ihrer Verletzungsgeschichte keinen Einsatz in der Halle riskieren sollen. Also gehören Stéphane Grichting, Vero Salatic, Milan Vilotic oder Michael Lang nicht zum Aufgebot des Tages, auch Roman Bürki nicht, der Torhüter Nummer 1, oder Toko nach seiner Knieoperation. Das Aufgebot ist dennoch durchaus repräsentativ mit Spielern wie Caio, Shkelzen Gashi, Nassim Ben Khalifa oder Amir Abrashi. «Alle, die spielen, sind aus dem Profi-Kader», sagt Skibbe. Izet Hajrovic hat zwar keine Verletzungsgeschichte, die ihn hallenuntauglich machen könnte. Aber ihn für Morgen als Starter anzukündigen, hielte dann selbst Skibbe für zu gewagt: «In seinem Fall kann sich ja jede Minute etwas tun», sagt der Trainer. Der «Fall Hajrovic» – das ist ein von GC bestätigtes Angebot des türkischen Grossklubs Galatasaray Istanbul. Ein Abgang Hajrovics wäre zum einen ein herber sportlicher Verlust, zum andern ein finanzieller Gewinn, wie ihn der Klub gut gebrauchen könnte. GC bereits verlassen hat Johan Vonlanthen (28), wenn auch erst leihweise. Nach einem Herbst, in dem er mit nur fünf Teileinsätzen in der Liga die Hoffnung auf ein Comeback im Spitzenfussball nicht annähernd erfüllen konnte, wechselt der Altinternationale für die Rückrunde nach Schaffhausen in die Challenge League. Im weiteren GC-Kader zurück sind dagegen die Offensivspieler Orhan Mustafi, zuletzt an den schottischen Premier-League-Klub Ross County ausgeliehen, und Mergim Brahimi, der in Aarau nicht zum Zuge kam. Aarau noch ohne Neuen:Die Aarauer haben (noch) keinen neuen Spieler, ihr Trainer René Weiler kommt mit Teamstützen wie dem Captain Sandro Burki, Olivier Jäckle, Kim Jaggy oder dem venezolanischen Internationalen Alexander Gonzalez und dem Winterthurer Sandro Foschini. Andere wie Davide Callà und Sven Lüscher stehen nicht im Aufgebot. Vaduzer Auftakt: Für den Challenge-League-Leader beginnt das Frühjahr in Winterthur. Das gesamte Kader werde in der Halle sein, sagt Trainer Giorgio Contini. Dann überlasse er es den Einzelnen, ob sie spielen oder nebenan auf der Tartanbahn ein Lauftraining absolvieren wollen. Nicht spielen können Nick von Niederhäusern, der sich im letzten Vorrundenmatch gravierend verletzte, und Nico Abegg­len nach einem Kreuzbandriss. Dabei sind Rückkehrer Kwang-Ryong Pak und Simone Grippo, der Neue für die Defensive. Die Liechtensteiner wollen nach der sehr guten Vorrunde «unsere Ziele nicht revidieren», wie es Contini formuliert, «wir setzen uns nicht unter Druck». Ein Platz unter den ersten drei war die Vorgabe, Platz 1 ist es bisher. Biel ohne Osmani: Die Bieler wurden kurzfristig verpflichtet, weshalb nicht alle Spieler schon rechtzeitig aus den Ferien zurück sind. Dennoch kündigt Trainer «Bidu» Zaugg ein repräsentatives Aufgebot an, allerdings ohne den ehemaligen FCW-Stürmer Altin Osmani. Der erhielt nach einem halben Jahr keinen Vertrag mehr, obwohl Zaugg mit seinen Leistungen sehr zufrieden war. Also wirkt Osmani künftig für den Basler Promotions-Klub Old Boys. Wiler Fragezeichen: Mit wem er morgen komme, wisse er noch nicht, sagt Wils Trainer/Sportchef Axel Thoma – schliesslich sehe er seine Fussballer erst heute wieder, danach wisse er um deren Befindlichkeiten. Möglich sei, dass der eine oder andere Testspieler mitmache. Der FCW und der Neue: Aurélien Chappuis (20), Captain der Basler U21, war der angekündigte Neue beim ersten FCW-Termin des Jahres. Er trainiert einstweilen mal mit; am Sonntag soll auch mit Fabian Ritter (22), einem andern aus der FCB-U21, gesprochen werden. Ob Chappuis morgen spielt, ist offen, hängt auch davon ab, wie fit Stammkräfte wie Patrik Schuler oder Antonio Marchesano sind. Gespielt wird übrigens um ein kleines Preisgeld, 3000 Franken erhält der Sieger. Und zwei Trainer waren schon gestern Abend in der Halle: Contini und Weiler spielten mit einem Team von Altmeistern beim Seniorenturnier, an der Seite Murat Yakins. Dessen Agenda heute: das erste Training des Jahres – mit dem FCB. Dessen Übungsleiter bleibt er – auch nach den Dissonanzen vor der Winterpause. (hjs)

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