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Ein Engpass folgt auf den nächsten

Ab heute liegt die Revision des kantonalen Verkehrsrichtplans mit neuer Oberland- und neuer Glattal- autobahn öffentlich auf.

Die im Richtplan eingetragene Strecke zur Schliessung der Lücke in der Oberlandautobahn wurde 2012 vom Bundesgericht als nicht zulässig erklärt. Der Moorschutz wurde missachtet. Neu soll die Lückenschliessung daher nicht mehr in direkter Linie von Uster zum Kreisel Betzholz erfolgen, sondern indirekt. Weitgehend unter dem Boden soll die Route ab Wetzikon West zur Forch­autostrasse führen; diese wäre auf der Strecke bis Betzholz entsprechend auszubauen. Der Regierungsrat hat bereits am Mittwoch dar­über informiert. Gestern hat er den dazugehörigen Beschluss publiziert. Die öffentliche Auflage läuft bis 30. September.

Es geht um eine Teilrevision des Kapitels Verkehr im kantonalen Richtplan. Sie umfasst vier weitere Projekte. Dazu gehört auch die Erschliessungsstrasse Neuhegi-Grüze, die auf Antrag des Winterthurer Stadtrates geändert werden soll. Weiter gehört die Standortfestlegung für ein Depot der Limmattalbahn dazu.

Kompliziertes Bauwerk

Ein weiteres grosses Strassenprojekt ist zur Verkehrsentlastung im Stadtzürcher Norden gedacht. Der Ausbau des Gubristtunnels ist – wenn auch momentan noch gerichtlich blockiert– absehbar. Danach droht, dass sich der Flaschenhals nach Osten verschiebt. Die Glattalautobahn könnte Abhilfe schaffen. Ursprünglich war vorgesehen, sie in einem grossen Bogen ab dem Nordring über Kloten und Bassersdorf auf die A1 zu führen. Dazugehört hätte auch ein Anschluss zwischen Kloten und Basserdorf sowie eine Umfahrung von Kloten. Dort wurde deswegen Mehrverkehr befürchtet, sodass der Kanton beim Bundesamt für Strassen (Astra) eine neue Variante erbeten hat. 2012 legte das Astra eine solche vor, die nun im Zürcher Richtplan festgeschrieben werden soll. Vorgesehen ist ein Verlauf praktisch parallel zur A1, weitgehend unterirdisch und ohne Ein- und Ausfahrten. In Zürich Nord, wo bereits heute ein Gewirr an Spuren herrscht, wäre ein ziemlich kompliziertes Anschlussbauwerk zu erstellen, sagt Kantonsplaner Wilhelm Natrup auf Anfrage.

Sechs Spuren bis Töss

Mit der Umsetzung würde sich der Flaschenhals dann noch weiter verschieben. Ab Baltenswil bis Winterthur-Töss soll daher ein Ausbau auf sechs Spuren erfolgen. Das ist das fünfte Vorhaben der Revision. Nach der Vernehmlassung erarbeitet die Regierung eine Vorlage zuhanden des Kantonsrates. Segnet er die Einträge ab, heisst das, dass ihre Umsetzung prinzipiell möglich ist. Ob und wann – das entscheidet sich in eigenen Verfahren und kann dauern. Thomas Marth

www.richtplan.zh.ch

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