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Ein Fest und viele Partys für den Film

Es kommen: Diane Keaton. Antonio Banderas. Viele andere Stars. Und doch ist das Zurich Film Festival mehr als nur ein Event.

In zwei Wochen beginnt die zehnte Ausgabe des Zurich Film Festival mit «Get on Up», dem Musikfilm über den Godfather of Soul, James Brown. Vor drei Jahren präsentierte hier Regisseur Tate Taylor schon seinen Film «The Help» zum Abschluss, er gehört also, wie Peter Fonda, zu den Wiedergängern des Festivals. Und nicht nur sie werden sehen, wie in Zurich mit der Zeit alles ein bisschen grösser und internationaler geworden ist. An der ersten Ausgabe 2005 wurden noch 28 Filme gezeigt, jetzt sind es 145 – dar­un­ter 17 Weltpremieren, 49 Erstlingsfilme. Und auch das Budget ist gestiegen, es beträgt 6,9 Millionen Franken.

Nadja Schildknecht, Co-Leiterin des Festivals, beginnt auch die gestrige Medienkonferenz mit Zahlen – alles ist hier im Plus, von den Filmen über die Kundenanlässe bis zum Publikum: «Niemals hätten wir vor zehn Jahren gedacht, heute hier zu stehen.»

Im Jahr der Frau

An der diesjährigen Ausgabe werden auch rund 500 Gäste aus der ganzen Filmwelt erwartet (im ersten Jahr waren es noch knapp 20). Über den grünen Teppich gehen unter anderen die Schauspielerin Diane Keaton, die den Golden Icon Award bekommt, die französische Regisseurin Claire Denis, die mit einem Tribute to ...Award ausgezeichnet wird, dazu kommen das erste Mal gleich zwei Bundesrätinnen: Simonetta Sommaruga (zur Eröffnung) und Doris Leuthard (zur Veranstaltung «Woman of Impact»). «Es ist ein Frauenjahr, auch wenn das der Zufall so wollte», sagt Nadja Schildknecht – nicht zuletzt wird die Jury von der dänischen Regisseurin Susanne Bier präsidiert. Ein Wermutstropfen hier: Nur jeder sechste Film am Festival ist von einer Frau.

Zahlen und Stars sind das eine. Aber eigentlich ist das Festival ein Fest für den Film – «ein Dauerwerbespot für das Kino», wie Karl Spoerri, Co-Leiter des Festivals, sagt. Und auch hier gewinnt Zürich immer mehr Gewicht, ganz besonders im nationalen Rahmen.

Neue Weltsichten

14 Schweizer Filme werden dieses Jahr gezeigt, so viele waren es noch nie. Im internationalen Wettbewerb sind «Bouboule» von Bruno Deville und «Chrieg» von Simon Jaquemet vertreten, beide erzählen Coming-of-Age-Geschichten. Samir zeigt im Rahmen des internationalen Dokumentarfilmwettbewerbs seine 3-D-«Iraqi Odyssey», und vier Schweizer Filme sind in der neuen Kategorie «Fokus» für Werke aus dem deutschsprachigen Raum vertreten. Zwei Positionen fallen besonders auf: Belinda Sallin gibt in «Dark Star» Einblicke in die Welt des Alien-Schöpfers HR Giger und Thomas Isler zeichnet mit «Die Demokratie ist los!» das Bild der Schweizer Politlandschaft.

Und da ist am Zurich Film Festival natürlich noch viel mehr: neue Weltsichten mit Filmen aus Indien, Special Screenings, das Kinderprogramm, Galas und auch viele Partys. Eben alles ein Fest für den Film. Stefan Busz

Zurich Film Festiva l 25. Sept. bis 5. Okt. www.zff.com

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