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Ein Film über den «wahren Chrigel»

Peter Frei wollte ein «Phänomen» zeigen. Drei Jahre lang stand er mit der Kamera an der Seite von Unternehmer und Lebemann Christian «Chrigel» Hunziker. Es wurde ein Porträt eines Freundes.

Dass dieser Film so etwas wie die nackte Wahrheit über Christian Hunziker offenbaren würde, ist in den ersten Minuten klar. Da sieht man den Unternehmer in den Unterhosen. Die Szene zeigt ihn im Fotostudio, wo er für die Image­kampagne der Stadt Winterthur Modell steht. Die Kamera macht keinen Schwenk, als er sich umzieht und dann fast nackt dasteht. «Damit habe ich kein Pro­blem», sagt Hunziker, den alle in der Stadt Chrigel nennen. Und man nimmt es ihm gerne ab, auch wenn er nicht gerade mit einem Six­pack gesegnet ist. Ein Geburtstagsgeschenk «Chrigel – der Wassermann» heisst der Dokumentarfilm, den Peter Frei gedreht hat. Ein Konzept hatte er nicht, als er vor drei Jahren zu filmen begann. Vielmehr wollte er seinen Freund, den er seit dreissig Jahren kennt, als das zeigen, was er ist. Und es ist viel: Chrigel Hunziker ist Unternehmer, Gastgeber, Koch, Geniesser, Traxfahrer, Schlagzeuger und Fasnächtler. «Ich interessiere mich für schräge Vögel», sagt Peter Frei, der Dokfilmer und Stiftungsrat der Volkart-Stiftung ist. Es sollte «schonungslos alles» auf den Tisch, sagt er und lacht. Der Dokfilm ist sein Geschenk zu Chrigel Hunzikers Sechzigstem. Es wurde eine Art Liebesfilm, ­bestätigt auch der Autor. Chrigel sei einer, der im Winterthurer Bürgertum auffalle, sagt Peter Frei. Als «glatter Cheib» – und als bedeutender Unternehmer. Oft hat Peter Frei in der Beiz gefilmt, wo Chrigel Hunziker auch oft und gerne sitzt und man gemeinsam «hin und wieder versoffen ist». Schauplätze sind aber auch die Werk­statt, die Kläranlage oder die Büros der Hunziker Partner AG, deren CEO Chrigel Hunziker ist. Wer in Winterthurs Beizen unterwegs ist, hat ihn sicher auch schon gesehen. Chrigel Hunziker (Markenzeichen Lesebrille und Schnauz) steht gerne im Mittelpunkt und sitzt am liebsten in der Mitte eines Restaurants, «damit auch ich etwas sehe und nicht nur die Begleitung». Über Winterthur hinaus ist er allerdings für seine Managementideen bekannt, die getragen sind von der Nachhaltigkeit. Dafür hat er schon einige renom­mierte Preise eingeheimst. Was Nachhaltigkeit für ihn bedeutet, erklärt Chrigel Hunziker an verschiedenen Stellen im Film, zum Beispiel, wenn er in der Werk­statt steht und selber Teile zusammenschweisst. Das Handwerk des Sanitärs beherrscht er immer noch aus dem Effeff – das beweist Peter Frei mit der Kamera. Doch er liefert auch den Zeugen, der Chrigel Hunziker als weitsichtigen Unternehmer lobt. Es gab noch mehr zu sagen «Ich bin das Unternehmen», sagt Chrigel Hunziker zwar. Ein Werbefilm für die Hunziker Partner AG ist «Chrigel – der Wassermann» trotzdem nicht. Das hängt sicher damit zusammen, dass der CEO über sich selber sagt, er ­ habe keine Arbeitszeit, sondern Lebens­zeit. Deshalb sieht er den Film über sich etwas stolz als «Gesamt­kunstwerk», auch wenn man noch viel mehr über ihn ­hätte sagen können. Der Filmautor sieht das genauso. «Ich könnte mit dem Material, das nach dem Schnitt übrig geblieben ist, noch einen zweiten Film über Chrigel machen.» Und das würde wohl ein ganz anderer werden. Öffentlich gezeigt wird «Chrigel – der Wassermann» in der Coalmine am Dienstag, 3. März, und am Freitag, 6. März, jeweils um 19 Uhr. Platzreservation unter Telefon 052 268 68 82. Die Hunziker Partner AG hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben. Dass den Worten auch Taten folgen, legt der Nachhaltigkeitsbericht an den Tag. Es ist der vierte in der über 80-jährigen Firmengeschichte, wie CEO und VR-Präsident Christian Hunziker im Vorwort schreibt. Der fast 100-seitige Bericht dokumentiert beispielsweise die Anstrengungen der Gebäudetechnikfirma in Sachen Ökologie, Teamentwicklung und Gesellschaft. Hunziker sieht ihn auch als Lehrbuch und Anleitung zum praxisorientierten Handeln. Der Bericht ist grafisch attraktiv designt und soll auch andere Firmen motivieren.

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