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Ein göttliches Quartett

Der Panflötenspieler Urban Frey und das Trio Artemis gehen gemeinsam auf Tournee.

Die Göttin der Jagd, in dreifacher Ausführung, das wäre ja schon ein abendfüllendes Programm. Nun aber stieben die Funken erst recht: Denn es gesellt sich ein Hirtengott dazu. Der Panflötenspieler Urban Frey und die drei Damen des Artemis-Klaviertrios überzeugen mit ihrer Virtuosität ein breites Publikum. Mit ihrer antielitären Ausrichtung beweisen sie zudem, dass Klassik und Unterhaltung keine Gegensätze zu sein brauchen. Das Trio Artemis begeistert Kritik und Publikum seit über 15 Jahren. Katja Hess, Violine, Bettina Macher, Cello, und Myriam Ruesch, Klavier, spielen auf hohem Niveau und dennoch sehr unterhaltsam.

Dass sich die drei Damen nach der griechischen Göttin der Jagd benannt haben, ist kein Zufall: Wenn es gilt, das Herz der Musik zu treffen, sind sie mit Feuer bei der Sache. Davon zeugt etwa ihre Aufnahme von Astor Piazzollas «Vier Jahreszeiten», die von der Radio-SRF-2-Kultursendung «Diskothek im Zwei» zur besten Interpretation gekürt wurde. Das Schweizer Fernsehen, wo das Trio regelmässig zu Gast ist, kam zum Schluss: «Moderner kann Klassik nicht sein.»

Wurzeln in der Volksmusik

Urban Frey zählt zu den bekanntesten Panflötenspielern der Schweiz. Davon überzeugt, dass die Panflöte mehr ist als rumänische Volksmusik, setzt er sich für die Anerkennung des alten In­strumentes ein. Im letzten Jahr hat er in Winterthur das erste Schweizer Panflötenfestival auf die Beine gestellt.

Das Programm der Weihnachtstournee führt nach Osteuropa und Irland. Neben dem Zigeunertrio von Joseph Haydn und Stücken von Dvo?rák und Piazzolla wird russische Volksmusik und Klezmer gespielt. Das Zigeunertrio von Haydn ist für Violine, Cello und Klavier geschrieben. Hier übernimmt die Panflöte die Rolle der Violine. Die Idee dahinter: aufzeigen, dass auch Klassiker sogenannte Zigeunermusik verwendet haben. «Das Programm hat durchaus süffige Momente und ist relativ einfach zu verstehen», sagt Frey. «Was nicht heisst, dass die Stücke einfach zu spielen wären.»

Ein Experiment

Ein Experiment stellt die «Irische Suite» von Urban Frey dar – auch für den Komponisten selbst. Denn hier vereinen sich irische und rumänische Volksweisen zu etwas Neuem, Unerhörtem. Was dabei herauskommt? Dar­auf ist Frey selbst gespannt. Er möchte herausfinden, was den Ausschlag dafür gibt, dass die Musik letztlich als irische oder rumänische wahrgenommen wird. Die Ähnlichkeiten bei allen offensichtlichen Unterschieden: Das macht für Frey den Reiz des Programms aus. (red)

Trio Artemis und Urban Frey

Samstag, 14. Dezember, 20 Uhr, reformierte Kirche Rosenberg, Bettenstrasse 3. Infos und Reservation unter:

www.urbanfrey.ch

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