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Ein Grundbuch für Flaach nach 30 Jahren

Nach fast 30 Jahren ist es fertig – das Grundbuch für die Gemeinde Flaach. Auf der Zielgeraden kam doch noch Bewegung in die Sache.

Jetzt hat Flaach auch eines - ein Grundbuch.
Jetzt hat Flaach auch eines - ein Grundbuch.
Marc Dahinden

Zugegeben, es gibt spannendere Lektüre als das Grundbuch. Und doch ist dieses Buch von fundamentaler Bedeutung. So werden in ihm zum Beispiel Grundstücksgrenzen oder Nutzungsrechte an Wegen oder Zufahrten verbindlich festgehalten. Doch bis vor kurzem hatte Flaach überhaupt kein eidgenössisches Grundbuch («Landbote» vom 7. Februar). Und dies, obschon vor ziemlich genau 30 Jahren, am 3. April 1987, das Obergericht des Kantons Zürich die Einführung für Flaach anordnete.

Obergericht setzte es in Kraft

Kürzlich hat die Verwaltungskommission des Zürcher Obergerichts das Grundbuch für die Gemeinde Flaach – und das ist kein Aprilscherz – auf den 1. April 2017 in Kraft gesetzt. Von diesem Zeitpunkt an gelte es «als eingeführt», schreibt der Gemeinderat von Flaach in einer Mitteilung.

Entscheidend an der Einführung des Flaachemer Grundbuches mitgearbeitet hat Martin Zollinger, der bis Ende April 2016 Notar in Andelfingen war. Und auch nach seiner «Teilpensionierung» arbeitete er im Grundbuchamt Andelfingen weiter an diesem Buch.

Jetzt ist es zu spät

Etwa zum Zeitpunkt der Einführung des Grundbuches meldete sich Zollinger beim «Landboten». So habe der Zeitungsartikel vom 7. Februar dazu geführt, dass «sich doch noch diverse Personen auf dem Grundbuchamt gemeldet» hätten. «Wir konnten ohne Probleme Auskünfte zu gewissen Einträgen oder zu Rechtsverhältnissen erteilen, welche nicht eingetragen sind beziehungsweise nicht eingetragen werden müssen.» Und: «Wir haben es also doch noch innert 30 Jahren geschafft!»

Die Publikation der Grundbucheinführung auf der Webseite der Gemeinde Flaach und der Zeitungsartikel haben also dazu geführt, dass sich der eine oder andere doch noch mit der etwas trockenen Materie auseinandergesetzt hat. Das war auch höchste Zeit, denn: «Vom 1. April 2017 an können alle eintragungsbedürftigen, aber nicht eingetragenen dinglichen Rechte gegenüber gutgläubigen Dritten nicht mehr geltend gemacht werden», heisst es in der Mitteilung der Gemeinde Flaach zur Inkraftsetzung.

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