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Ein guter Kampf

Krasnaja Poljana. Dem erfolgsverwöhnten Martin Fourcade (25) gelang im Verfolgungsrennen der Biathleten sein bislang prestigeträchtigster Sieg. Der Franzose ist erstmals Olympiasieger.

Nach 33 Weltcupsiegen und fünf Goldmedaillen an Weltmeisterschaften war die Zeit reif für Martin Fourcade. Der Athlet aus den Pyrenäen ballte bereits nach dem vierten Schiessen die Faust Richtung Publikum und streckte den Arm jubelnd in den Nachthimmel. Diese Geste darf ihm nicht als Überheblichkeit ausgelegt werden. Er musste den Druck ablassen. «Das Olympia-gold war schon mein Kindheitstraum. Wenn ich ein Boxer wäre, würde ich sagen, es war ein guter Kampf», sagte Fourcade. Beim letzten Stehend-Anschlag war er ohne Fehler geblieben und sprengte die Spitzengruppe. Ondrej Moravec (Tsch) und Landsmann Jean Guillaume Beatrix, die mit ihm aufs Podest stiegen, liefen mit beträchtlichem Rückstand im Ziel ein. Sprint-Sieger Ole Einar Björndalen wurde Vierter. Der 40-jährige Norweger verpasste seine 13. Medaille an Olympischen Spielen bloss um 1,7 Sekunden.

Nach hinten durchgereicht

Die Schweizer Farben vertrat Serafin Wiestner (23). Der Bündner verzeichnete sieben Fehlschüsse, schon die ersten beiden Schüsse gingen daneben, einer links, einer rechts. «Ein solches Schiessbild ist ein Zeichen der Nervosität», meinte sein Trainer Jörn Wollschläger. Wiestner beendete das Rennen mit sechs Minuten Rückstand im 57. Rang.

Teamleader Benjamin Weger hatte die Qualifikation (Top 60) überraschend verpasst. Um im Hinblick auf des Einzelrennen vom Donnerstag im Rhythmus zu bleiben, simulierte er gestern einen Ernstkampf. Wollschläger ist überzeugt, dass die schwache Laufleistung des Wallisers vom Samstag ein Ausrutscher war und durch mehrere Umstände zustande kam. «Der Sturz, dann der Fehlschuss, das hat ihn wohl im Kopf blockiert», sagte der Deutsche und er ist überzeugt: «Wir werden hier noch den wahren Benjamin sehen.» (si)

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