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Ein Kantersieg und ein Comeback

Beim 9:3-Auswärtssieg der Red Ants gegen Höfen gelangen Irene Räss erstmals drei Tore in einem NLA-Spiel. Die grösste Überraschung ereignete sich aber vor Spielbeginn: Sandra Dirksen stand bei den Winterthurerinnen auf dem Matchblatt. Die Deutsche hatte im August nach einem Kreuzbandriss ihre Karriere für beendet erklärt. Doch eine Operation stellte sich als nicht nötig heraus, und der Arzt befand das Knie für stabil genug, um es noch einmal auf dem Platz zu versuchen. «Ich lasse mir doch von so einem blöden Kreuzbandriss meine letzte Saison nicht versauen», sagte die Deutsche trotzig, nachdem sie im Spätsommer noch niedergeschlagen den Stock an den Nagel hängen wollte. «Ich trainierte am Freitag voll mit, was gut klappte. So hatte ich am Samstag endlich wieder mein Trikot an – mit Tränen in den Augen und stolz wie eine Juniorin vor ihrem ersten Meisterschaftsspiel», freute sich Dirksen. Die Red Ants schienen davon beflügelt zu werden. Nach den zwei schlechten Leistungen am Wochenende davor wirbelten die Winterthurerinnen ab dem zweiten Drittel durch die Berner Abwehrreihen. Daniela Stettler hatte nach einem Gestocher die Red Ants früh in Führung gebracht, Irene Räss (23.) und Tanja Bühler (26.) per Shorthander sorgten für das wegweisende 0:3. Ein Doppelschlag der Finnin Marjut Kinnunen sorgte noch vor Spielhälfte für die Entscheidung – vier Tore in sechs Minuten, so effizient waren die Red Ants in dieser Saison noch nie. Geduld nötig «Die Reaktion im Mitteldrittel hat mich gefreut, zumal wir mit drei Linien durchspielen konnten», zeigt sich Trainerin Kati Eteläpää mit ihrem Team diesmal zufrieden. Auch die Leidenschaft, die letzte Woche nicht immer zu spüren war, kehrte ins Team zurück. Irene Räss mit zwei weiteren Treffern, Laura Kokko und Alexan­dra Frick schraubten das Skore im Schlussdrittel bis zum 3:9 in die Höhe. Mit diesem Sieg festigten die Red Ants ihre Position über dem Playoffstrich und schlossen punktemässig zum zweitklassierten Piranha Chur auf – die Bündnerinnen waren aufgrund des Einsatzes am Champions Cup in Umea dieses Wochenende spielfrei. Wie es mit Dirksen weitergeht und ob sie nächste Woche für den Spitzenkampf gegen Dietlikon fit genug ist, bleibt abzuwarten. «Der Arzt meint, ich brauche viel Kraft und Geduld – beides habe ich bekanntlich nicht», scherzte die Centerspielerin. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Brauchen könnten sie die Red Ants auf jeden Fall – und Linienkollegin Irene Räss dürfte das ebenso sehen. (dk)

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