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Ein Monat voller aufregender Perspektiven

Roger Federers SaisonfinaleMit der Partie in Basel gegen Gilles Muller beginnt für Roger Federer das Mammutprogramm zum Saisonende.

Sehr wahrscheinlich wird Roger Federer alle drei anstehenden Turniere bestreiten. Sollte er sich wider Erwarten eine Pause gönnen, wird er auf das nächste Woche beginnende Turnier in Paris-Bercy verzichten. Ein Forfait beim Masters 1000 würde seine Chancen, am Jahresende die Weltrangliste anzuführen, aber deutlich schmälern. Der Baselbieter kämpft an verschiedenen Fronten, die Ziele sind vielfältig: der sechste Sieg an den Swiss Indoors, die 1000 Punkte in Paris, der achte Erfolg an den ATP-Finals und schliesslich der erstmalige Triumph im Davis-Cup in Lille gegen Frankreich. «So hatte ich mir das Saisonende nicht vorgestellt», gestand der 17-fache Grand-Slam-Sieger. Grossartig und aufregend seien die Perspektiven. Er traut sich das komplette Programm zu. Er sei mental fit. Dass er letzte Woche eine dreitägige Trainingseinheit auf Sand einlegte, um sich für den Davis-Cup-Final vorzubereiten, beweist, wie sicher er sich derzeit fühlt, wie gross sein Selbstvertrauen ist. Seine Saison ist aussergewöhnlich, selbst wenn der fehlende Erfolg an einem Grand-Slam-Turnier die Bilanz trübt. Kein anderer Spieler auf der Tour hat in diesem Jahr mehr Matches gewonnen (61), öfter gegen Top-Ten-Spieler gesiegt (13) und mehr Finals bestritten (9). Seit dem 33. Geburtstag am 8. August lautet seine Bilanz 21:2-Siege. 2011 hatte Federer das Jahr mit drei Turniersiegen beendet. Gleiches ist ihm auch in dieser Saison zuzutrauen. Federer und sein Team liessen kein Szenario ausser Acht. Auch die Möglichkeit, in Basel im Doppel anzutreten, dafür auf das Einzel zu verzichten, wurde erwogen. Wie er betonte, ist er vertraglich nicht an die Swiss Indoors gebunden. Nun spricht alles dafür, dass er das komplette Programm durchzieht und bis Ende Jahr womöglich noch 18 Partien bestreitet. Im Zen­trum des Interesses steht in Basel, zumindest zum Anfang der Swiss Indoors, der Davis-Cup. Vor allem die vielen französischen Medien lechzten nach einer Kampfansage Federers. Dieser liess sich dazu nicht verleiten, obwohl Gilles Simon ge­gen­über einem französischen Radiosender die eigenen Fans dazu aufgefordert hatte, Federer während des Davis-Cup-Finals nicht zu bejubeln. Federer meinte dazu nur, Simon rede gern mit den Medien. Auslöser der Aufregung einen Monat vor dem Final war ein Foto auf Twitter, das Federer beim Training auf Sand zeigte. Er habe nicht erwartet, dass es ein solches Echo auslösen würde, meinte er. Es zeige, wie wichtig der Davis-Cup für die Franzosen sei. Aber auch bei den Schweizern ist der Final präsent. «Ein Sieg», sagt Federer, «wäre für viele Leute in der Schweiz sehr speziell.»

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