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Ein Montag ohne Pegida

Die Polizei in Dresden hat wegen konkreter Anschlagsdrohungen gegen die Anti-Islam-Bewegung Pegida für Montag alle öffentlichen Kundgebungen verboten.

Alle Versammlungen unter freiem Himmel seien untersagt worden, sagte ein Polizeisprecher gestern. Nach vorliegenden Informationen seien Attentäter aufgerufen worden, sich unter die Pegida-Demonstranten zu mischen, «um zeitnah einen Mord an einer Einzelperson des Organisationsteams der Pegida-Demonstrationen zu begehen», heisst es in der Verfügung. Dieser Aufruf ähnele einem über einen Twitter-Account gesendeten Tweet, in dem auf Arabisch die Pegida-Demonstration als «Feindin des Islam» bezeichnet werde. Angaben zum konkreten Vorgehen lägen nicht vor. Aber: «Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die Charakteristik terroristischer Anschläge ist auch mit dem Einsatz gemeingefährlicher Mittel zu rechnen und von einer unmittelbaren Gefährdung von Leib und Leben aller Teilnehmer an Versammlungen auszugehen», heisst es in dem Schreiben.

Organisator im Visier

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur richten sich die Morddrohungen islamistischer Extremisten explizit gegen Pegida-Organisator Lutz Bachmann. Es habe entsprechende Hinweise ausländischer Geheimdienste an die deutschen Behörden gegeben. Pegida organisiert seit Mitte Oktober regelmässig Demonstrationen gegen eine vermeintliche Islamisierung des Abendlandes und für eine Verschärfung des Asylrechts. Zuletzt kamen vergangenen Montag nach Polizeiangaben rund 25000 Menschen zur Demo nach Dresden.

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