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«Ein normaler Tag im Büro»

Winterthur. Die Red Ants, Leader in der Unihockey-NLA der Frauen, erknorzten sich gegen Schusslicht Floorball Riders aus Rüti dank eines späten Treffers einen 3:2-Erfolg.

Für die Riders begann die Party wie die Super Bowl. Sie gewannen das erste Bully, verloren sofort den Ball und lagen so schon nach zwölf Sekunden in Rückstand. Der Treffer Andrea Kerns war jedoch nicht der Auftakt zum eigentlich erwarteten Schützenfest. Es sollte ein «normaler Tag im Büro» werden, wie es Red-Ants-Trainerin Kati Eteläpää formulierte. Es wurde zwar das Programm abgespult, im Abschluss fehlten jedoch Inspiration und Konsequenz, um den unterlegenen Gegner früh klar zu distanzieren.

Die Riders glichen durch die ehemalige Winterthurerin Andrea Benz in der 9. Minute aus, und auch Kerns zweiter Treffer kurz vor Drittelsende löste den Knoten nicht. Im zweiten Abschnitt vergab Céline Chalverat einen Penalty und traf einmal nur den Pfosten – Tore wollten keine fallen. Und als die Gäste in der 50. Minute ausglichen, konnten sie einige Minuten gar von einem unerwarteten Punktgewinn träumen. Just als Eteläpää entnervt ihr Timeout nehmen wollte, um ihr Team ein letztes Mal wachzurütteln, traf dann aber Margrit Scheidegger in der 54. Minute doch noch zum 3:2.

Mit dem Sieg bleiben die Red Ants Tabellenführer – und da Piranha Chur ein weiteres Mal verlor, steht drei Runden vor Schluss der Qualifikation bei zehn Punkten Vorsprung auf die Bündnerinnen jetzt schon fest, dass die Red Ants in den Playoff-Halbfinals Heimrecht geniessen werden.

Selber in der Hand

Skorpion Emmental, Zug United und die Wizards Bern Burgdorf streiten sich um den vierten Rang – auf ein Team aus diesem Trio würden die Red Ants treffen, wenn sie die zwei Punkte Vorsprung auf Dietlikon über die Distanz retten. Gegen die Riders einen Patzer vermieden zu haben, war also wichtig.

Für Eteläpää steht derzeit dennoch anderes im Vordergrund. «Wir müssen daran arbeiten, konsequent zu trainieren und zu spielen. Ob wir am Schluss der Qualifikation auf dem ersten oder zweiten Rang stehen, hat für mich weniger Priorität», sagte die Finnin, die ihr Team in den letzten Wochen wegen zahlreicher Verletzungen immer wieder umstellen musste. Gegen die Riders etwa fiel kurzfristig Tanja Bühler aus. «Ich brauche im Moment viel Radiergummi», beschreibt Eteläpää ihre regelmässig über den Haufen geworfenen Planungsaktivitäten.

Gegen die defensiv gut eingestellten Riders ging es am Schluss doch noch auf, obwohl die grippegeschwächte Cheftrainerin in den Drittelspausen vergeblich die Emotionen zu schüren versuchte. Die Winterthurerinnen haben die Playoff-Paarungen selber in der Hand – in den letzten drei Runden treffen sie mit Skorpion und den Wizards auf zwei der drei Strichkandidaten. Und dazu auf Piranha Chur, das im Halbfinal warten würde, wenn die Tabellenführung nicht verteidigt werden kann. Vermeintlich leichte Gegner wie die Riders wird es diese Saison nicht mehr geben.

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