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Ein Plus dank Buchgewinn

Ein Landverkauf sorgt für positive Zahlen im Lind­au­er Budget. Allerdings muss er noch separat genehmigt werden.

Gut 210 000 Franken, so hoch soll der Ertragsüberschuss für das nächste Jahr in Lind­au ausfallen. Einem Aufwand von über 37,8 Millionen Franken steht ein Ertrag von knapp 38 Millionen gegenüber. Die 45 erschienenen Stimmberechtigten winkten den Antrag des Gemeinderates zusammen mit der Bestätigung des aktuellen Steuerfusses nach einer knappen halben Stunde ohne Widerstand durch.

Auch die Rechnungsprüfungskommission hatte dagegen im Vorfeld nichts einzuwenden, wies aber dar­auf hin, dass der Überschuss nur unter einer Bedingung zustande kommen kann. Nämlich nur dann, wenn Land an der Buckstrasse (ehemals Kita) verkauft wird. Dem muss die Gemeindeversammlung allerdings zu einem späteren Zeitpunkt noch separat zustimmen. Der Landverkauf soll für einen Buchgewinn in der Höhe von rund 1,45 Millionen Franken sorgen, ohne ihn würde ein Aufwandüberschuss von über 1,2 Millionen Franken ins Haus stehen. Zudem sind Bruttoinvestitionen von 4,9 Millionen Franken vorgesehen.

Optimistische Aussichten

Gemeindepräsident Bernard Hosang zog an der Gemeindeversammlung insgesamt ein durchaus positives Fazit. Der Gemeinderat wolle auch in der Zukunft weiterhin gezielt in die Gemeinde investieren, der Steuerfuss soll dabei mittelfristig unverändert bleiben, erklärte er. Die geplanten Investitionen, wie etwa das neue Glasfasernetz, seien tragbar. Ab dem Jahr 2017 soll dabei der Selbstfinanzierungsgrad auf über 100 Prozent steigen. Somit soll die Laufende Rechnung nach dem jetzigen Stand in den nächsten Jahren meistens positiv abschliessen.

Ähnlich sieht es entsprechend bei der Nettoverschuldung aus, die bis 2016 etwas ansteigen werde, bevor sie danach wieder sinken soll. Erfreulich sei auch die Entwicklung bei den Steuern von juristischen Personen, hier werde im laufenden Jahr ge­gen­über dem Budget ein Mehrertrag von über 810 000 Franken erwartet.

Risiken machte Gemeindepräsident Hosang vor allem im Bereich der Sozialabgaben und der Pflegefinanzierung aus, weil sich hier die weitere Entwicklung nur schwer abschätzen lasse. Das sei aber kein spezifisches Problem von Lind­au. (nav)

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