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Ein Plus, wenn die BVK nicht wäre

Das Alterszentrum im Geeren hat eigentlich gut gewirtschaftet. Wegen der Rückstellungen für die BVK ist die Rechnung trotzdem defizitär.

Hinter dem Begriff «Normdefizit» verbirgt sich nicht nur für die Gemeinden des Zweckverbandes Alterszentrum im Geeren (AZiG) ein unberechenbares finanzielles Risiko. Weil der Bundesrat entschieden hat, die Krankenkassen bei den Pflegekosten zu entlasten, müssen die Gemeinden einen wachsenden Kostenanteil für ihre pflegebedürftigen, in Alters- und Pflegeheimen wohnenden Einwohner übernehmen. Stefan Callegher, im AZiG zuständig für Finanzen und Supportbereiche, schätzt, dass die Gemeinden für 2014 nochmals mit rund 15 Prozent höheren Normdefiziten rechnen müssen, nachdem diese in jüngster Vergangenheit schon markant angestiegen sind. Christian Moos, Vorstand der Finanzkommission, konnte an der Delegiertenversammlung des AZiG-Zweckverbandes vom Mittwoch über grundsätzlich erfreuliche Zahlen berichten. Die Investitionsrechnung 2012 schloss rund 250 000 Franken unter den budgetierten Gesamtausgaben von 1,129 Millionen ab, wobei 100 000 Franken auf den nicht realisierten ersten Teil des Generalplanerwettbewerbs für das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt entfallen. Die Laufende Rechnung weist einen Ausgabenüberschuss zulasten der Verbandsgemeinden von 125 000 Franken aus, obwohl in der eigentlichen Betriebsrechnung ein Überschuss von 726 000 Franken resultiert hat (Budget 95 000 Franken). Doch die Sanierung der kantonalen Beamtenversicherungskasse BVK verursachte Sonderkosten von rund 850 000 Franken. «Der Regierungsrat hat uns mit der späten Information einen Strich durch die Rechnung gemacht», so Verbandspräsident Urs Müller. Das gute operative Ergebnis beruht auf zwei Faktoren: Einerseits führte die höhere durchschnittliche Pflegeintensität zu Mehrerträgen, andererseits verzeichnete das AZiG 2012 eine durchgängig hohe Bettenbelegung. (wmi)

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