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Ein praktischer und solider Alltagsarbeiter

Für Bauern und Gärtner ist der Rapid ein fast unentbehrlicher Helfer im Gelände gewesen. Skoda hat sich des vertrauten Namens erinnert und nach langem Unterbruch wieder eine fünftürige Limousine mit dieser Bezeichnung auf den Markt gebracht.

Einige Vergleiche zwischen den Schwestermodellen von Skoda und VW hinken, doch die Akzeptanz beider Marken stellt den Marketingstrategen der Volkswagen-Gruppe gute Noten aus. Was der Golf und der Passat bei den Deutschen, sind der Octavia und der Superb bei den Tschechen, bei denen alles ein bisschen grösser und günstiger ist. Seit Kurzem nutzt Skoda auch Elemente der Polo-Plattform für eine eigene Baureihe. Als klassische Limousine klar positioniert zwischen dem Octavia und dem Fabia, hat der neue Skoda Rapid in der Schweiz eine kleinere Fangemeinde als seine populären Brüder. Eine genauere Prüfung wert ist er trotzdem. Die Topversion mit dem 1,4-Liter-Benzinmotor mit 122 PS und dem bewährten Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe erweist sich in der Ambition-Version für 25?150 Franken als souveräner Familienreisewagen mit vorzüglichen Platzverhältnissen. Das Basismodell gibt es aber schon für 17?490 Franken.

Bei Skoda ist der Rapid eine ebenso vertraute Grösse wie bei den Landmaschinen von Bucher. Zunächst einmal von 1935 bis 1947 und dann auch von 1984 bis 1990 sind in Tschechien Autos mit dieser Typenbezeichnung produziert worden. Im dritten Anlauf unter dem stabilen Konzerndach darf mit einem längeren Engagement gerechnet werden. Ein Hingucker ist der jüngste Spross der VW-Tochter aber beim besten Willen nicht, obwohl er die neue Designsprache des Herstellers zum Ausdruck bringen will. Ein Blender ist der brav gestylte Fünftürer auch nicht, aber er ist solide, gut verarbeitet und hat durchaus seine Qualitäten.

An erster Stelle gilt es das grosszügige Platzangebot zu erwähnen, das auf mehr als 4,5 Meter in der Länge und 1,7 Meter in der Breite schliessen lässt. Bequeme Vordersitze sind inzwischen fast überall die Regel, im Rapid geniessen auch gross gewachsene Passagiere im Fond viel Bein- und Kopffreiheit. Das Beste offenbart sich jedoch erst beim Öffnen der riesigen Kofferraumklappe. Das beeindruckende Ladevolumen von 550 Litern kann durch das einfache Umklappen der Rücksitzlehnen auf noch erstaunlichere 1490 Liter erhöht werden. So kann die Familienlimousine zu einem praktischen Lastesel umfunktioniert werden. Als einziger Nachteil erweist sich dabei die hohe Ladekante. Der Arbeitsplatz des Lenkers ist zweckmässig eingerichtet und je nach Ausstattung auf das Wesentliche beschränkt. Das Instrumentarium ist schnell vertraut, die Anzeigen sind gut einsehbar, die Lenkung des Fronttrieblers über jeden Zweifel erhaben. In der Ambition-Version sind die wichtigsten Features sowie pfiffige Details wie der Eiskratzer im Tankklappendeckel und der Abfallbehälter in der Seitentüre serienmässig. 2200 Franken günstiger ist die Basisausstattung Active, 1800 Franken mehr sind für die Topversion Elegance aufzubringen.

Dass der 1,4-Liter-Benzindirekteinspritzer als derzeit stärkste Motorisierung nur in Kombination mit Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe angeboten wird, erhöht den Fahrkomfort. Die Leistung von 122 PS macht den Rapid nicht zum Sprinter, genügt aber auch mit voller Beladung allen Ansprüchen. Mit knapp sechs Litern Benzin für 100 Kilometer muss jedoch kalkuliert werden. Bezüglich Ener­gie­­effizienz schneiden die zwei Benziner mit 86 und 105 PS und der Turbodiesel mit 105 PS besser ab. Eine Spur Temperament mehr kann aber nicht schaden. Das Fahrwerk ist gut dar­auf vorbereitet und garantiert ein unaufgeregtes und sicheres Vorankommen. Mit einer Landmaschine hat dieser Rapid definitiv nichts zu tun.

Skoda Rapid 1.4 TSI Ambition

+ Viel Beinfreiheit im Fond+ Harmonische Fahreigenschaften+ Pfiffige Ausstattungsdetails

– Hohe Kofferraum-Ladekante– Unauffällige Erscheinung– Einfache Materialien im Cockpit

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